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Neue Keramik 5/2020 - Inhalt

DIE NEWS

PORTRAITS

Ulla Vitti – Schweden
Edith Friebel-Legler – Deutschland
Nero / Alessandro Neretti – Italien
Gritta Radtke -Deutschland
Yves de Block – Niederlande
Nicolae Moldovan – Rumänien
Michaela Kloeckner – Australien
Peter Beard – Großbritannien

KERAMIK & REISEN
Schwarze Schönheiten mit goldenen Blättern  – Thineke von Gils – China
ONGGI – Yoon-Kyung Lee und Dieter Jacobs -Korea

FORUM
Öfen und Ofenkacheln in Sachsen    Rainer G. Richter – Historie

AUSSTELLUNGEN / VERANSTALTUNGEN
Kunst trifft Technik –  Selbe – Deutschland
Des Malers spielerischer Kontakt zur Keramik – Middelfart – Dänemark

WISSEN & KÖNNEN 
Kristallglasuren II – Technik

BÜCHERSEITEN

KÜNSTLER-JOURNAL

Matsumoto Hideo und Mikiko Tomita – Ting-Ju Shao

WERKSTATTGESPRÄCHE

Velimir Vukicevic  – Evelyne Schoenmann – Interview / Technik

TERMINE / Ausstellungen / Galerien / Museen
Ausstellungskalender    International

KURSE / SEMINARE / MÄRKTE
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VORSCHAU / IMPRESSUM

Neue Keramik 5/2020

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  • PORTRAITS

    Ulla Vitti – Schweden, Edith Friebel-Legler – Deutschland, Nero / Alessandro Neretti – Italien, Gritta Radtke – Deutschland, Yves de Block – Niederlande, Nicolae Moldovan – Rumänien, Michaela Kloeckner – Australien, Peter Beard – Großbritannien

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    Ulla Viotti 

  • AUSSTELLUNGEN

    Kunst trifft Technik – Selbe – Deutschland, Des Malers spielerischer Kontakt zur Keramik – Middelfart – Dänemark

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    Dana Saez, Vase, ©d. Saez, Foto: Andreas Gießler. Gefertigt von WZR ceramic solutions GmbH im Binder jetting Verfahren 

  • KÜNSTLERJOURNAL

    Matsumoto Hideo und Mikiko Tomita 

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    Mikiko Tomita 

  • WERKSTATTGESPRÄCHE

    Evelyne Schneemann besucht Velimir Vukicevic im Atelier.

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    Velimir Vukicevic

  • TERMINE

    Termine und Ausstellungen von Amsterdam bis Winzer

    16-4-termine

Leseproben

Portraits: Ulla Vitti – Schweden, Edith Friebel-Legler – Deutschland, Nero / Alessandro Neretti – Italien, Michaela Kloeckner – Australien Keramik und Reisen: ONGGI – Yoon-Kyung Lee und Dieter Jacobs – Korea Ausstellungen / Veranstaltungen: Kunst trifft Technik – Selb Deutschland, Des Malers spielerischer Kontakt zur Keramik – Middelfart – Dänemark Künstler-Journal: Matsumoto Hideo + Mikiko Tomita Werkstattgespräche: Velimir Vukicevic  – Evelyne Schoenmann

Ulla Viotti

Im südschwedischen Skulpturenpark Kivik Art Center, der der Zusammenarbeit zwischen Künstlern und Architekten gewidmet ist, nahm Ulla Viotti im Sommer 2019 beide Rollen ein und schuf eine gewaltige Plastik, die im Mittelpunkt steht. Unter Architekten und Künstlern wie Snøhetta aus Norwegen, David Chipperfield und Antony Gormley aus Großbritannien, Sol LeWitt aus den USA, Petra Gipp und Gert Wingårdh aus Schweden und Matti Suuronen aus Finnland brachte Ulla Viotti einen neuen Ausdruck und ein neues Material in den interessanten Park an der Ostsee. Eine harmonische runde Form geschaffen aus dem Material, das ihr am Herzen liegt: Ziegel. Sie hat diese Arbeit “Bibliotheca – archäologische Bibliothek” genannt. Eine Festung voller Erinnerung an Poesie und Erzählung, die sich nicht nur auf symbolhafte Verteidigung bezieht, sondern auch auf eine lebhafte, kämpferische Literatur.
Die Plastik hat einen Durchmesser von sechs Meter und hat zweieinhalb Meter hohe Wände. Beeindruckende Dimensionen, aber mit menschlichem Maß. Die Besucher sind eingeladen über die Wiese zur “Bibliothek” mit dem Meer im Hintergrund und weiter zum schmalen Eingang zu wandern. Durch das Nadelöhr getreten, sind die Besucher von Büchern und Regalen umgeben, die aus handgefertigten dunklen Ziegeln bestehen. Die Namen bekannter Autoren in sind auf die Buchrücken geprägt.

(Sune Nordgren)

Ulla Viotti

Edith Friebel-Legler

Die Begegnung mit dem Material Ton war Zufall und Offenbarung zugleich. Nach vielen Jahren der Arbeit als Designer und der Lehrtätigkeit auf dem Gebiet der Mode- und Textilgestaltung war ich 2010 in mein Atelier zurückgekehrt und begann wieder mit freien Arbeiten.
Ein Rakuworkshop bei Freunden, Professor Ralf Busz und der Malerin Karla Schoppe, wurde für mich zu einem neuen gestalterischen Abenteuer. Es war faszinierend, eine Form mit den Händen aus dem weichen Werkstoff Ton zu holen und den Abdruck der Finger darauf zu sehen. Seit Beginn dieser “Reise” hat mich das Figurative am meisten interessiert, dabei geht es mir von Anfang an um freiplastisches Arbeiten. Obwohl sich das Medium verändert hat, wirkt sich die der Mode innewohnende Faszination auf den Ausdruck meiner Plastiken aus.
Das Verhüllen der Körperformen unter einem neuen Aspekt zu betrachten, ist für mich eine weitere Möglichkeit, die Auseinandersetzung mit der menschlichen Figur neu zu erleben. Gleichzeitig fließen die Erfahrungswerte meiner beruflichen Vergangenheit und das Feeling für die bekleidete Figur als immanente Bestandteile mit ein. 

Edith Friebel-Legler

Nero/Alessandro Neretti

Ein Rückblick auf Nero / Alessandro Neretti und sein zwei Jahrzehnte umfassendes Werk zeigt einen spezifischen Ansatz, der ein wesentlicher Bestandteil seiner Technik ist: Nero ist ein alles verschlingender Beobachter, der in der Lage ist, sich in einer Vielzahl von Aktivitäten zu engagieren, einschließlich der symbiotischen Beziehungen zu den Räumen in denen er künstlerisch tätig ist. Er beobachtet und extrahiert Eindrücke in ein inneres Archiv und befindet sich so in einem Zustand ständiger Entwicklung. Nero ist in der Tat ein serieller Katalogisierer von Visionen und Ereignissen, von visuellen Sprachen, von intimen Kämpfen mit seinem Material (oder vielmehr mit einer Reihe von Materialien). Heute, da er über eine lange Erfahrung in der Produktion von Kunstwerken und Ausstellungen verfügt, kann dieses gesamte Verfahren nicht nur als konzentriert und systematisch angesehen werden, sondern auch als äußerst konsequent, selbst innerhalb der kühnen, absichtlichen Vielfalt seiner Arbeiten. Nero ist viele Künstler in einer Person. Seine obsessive Pluralität zeigt sich, wenn sie von einem privilegierten Beobachtungspunkt aus betrachtet wird in zyklischen Visionen, in programmatischer Klarheit und in einer bewährten Funktionsweise.  Auch wenn sie sich immer anders darstellt, weil die Ortsspezifität eine weitere Grundlage seiner Technik ist.

(Lorenzo Madaro)

Nero/Alessandro Neretti

Michaela Kloeckner

Die wenigsten Menschen würden sich für den fast schon übel riechenden, angewaschenen Haufen von Seetang mit Muscheln, Treibholz und leider auch Plastik am Strand interessieren. Im besten Falle geht man ihm aus dem Weg, jedoch die in Bayern geborene Keramikerin Michaela Kloeckner durchsucht ihn mit grossem Interesse. Um ihre Motivation zu verstehen, muss man etwas über ihre Vegangenheit wissen.
Michaela wuchs in der Bilderbuchlandschaft, in dem Dorf Oberammergau, in den Bayerischen Alpen auf. In ihrer Kindheit wanderte sie mit ihrer Familie durch die Alpenlandschaft und schwamm in glasklaren, eiskalten Bergseen.
Die Reiselust trieb sie in die Welt hinaus und vor genau 40 Jahren wurde Aus-tralien ihr Endziel. Der berühmte Strand von Bondi in Sydney und die wunderbare Küstenlandschaft Australiens wird ihre lebenslange Liebe.

Michaela Kloeckner

Kunst Trifft Technik

Keramik aus dem 3D-Drucker

so lautet der Titel einer Ausstellung, die seit Juli im Porzellanikon – Staatliches Museum für Porzellan in Selb läuft. Keramik und 3D-Druck, geht denn das, werden sich viele Keramiker sicherlich fragen. Und diese Frage lässt sich in dieser Schau ganz eindeutig mit einem Ja beantworten. Hervorgegangen ist die bemerkenswerte Auseinandersetzung mit modernen Fertigungsverfahren aus einem Wettbewerb, den das Keramion in Frechen und die Firma WZR ceramic solutions GmbH in Rheinbach 2018 ausgeschrieben hatten. Aufgefordert waren KünstlerInnen, KeramikerInnen und DesignerInnen, keramische Kunst aus dem 3D-Drucker zu schaffen. Die Umsetzung der Entwürfe erfolgte bei WZR in Rheinbach über die Verfahren der Additiven Fertigung.
Die in der Präsentation zum Tragen gekommene Kombination aus Kunst, Design und moderner Technik war es letztlich, die für das Porzellanikon den Ausschlag für eine Übernahme gab. “Wir zeigen nicht nur die Geschichte des Porzellans, sondern sehen uns auch als ein Haus, das immer mit wachem Blick die neuen Entwicklungen in der Fertigung, der Gestaltung, der Technik beobachten und präsentieren muss”, erklärte Direktorin Anna Dziwetzki.

Ausstellung noch bis zum 24.01.2021
Porzellanikon
Staatliches Museum für Porzellan, Selb

Oliver Pietern, Permutation 043 by MONOCHROMEandMINIMAL
© O.Pietern, Foto: Andreas Gießler. Gefertigt von WZR ceramic solutions GmbH im Binder jetting Verfahren 

Des Malers spielerischer Kontakt zur Keramik

Der bekannte dänische CoBrA-Künstler Carl-Henning Pedersen (1913-2007) ging seine Arbeit spielerisch und intuitiv an. Er ist in erster Linie für seine sehr farbenfrohe Arbeit als Maler bekannt, aber jetzt rückt zum ersten Mal eine Ausstellung der beiden dänischen Museen Carl-Henning Pedersen & Else Alfelt’s Museum und CLAY Museum of Ceramic Art Denmark seine Keramikarbeiten in den Mittelpunkt.
Die Ausstellung ist das Ergebnis einer Spende der Witwe des Künstlers, Sidsel Ramson, an das CLAY Museum of Ceramic Art. Diese besteht aus 36 Keramikarbeiten, die Carl-Henning Pedersen in den 1990er Jahren bei der dänischen Design-firma The Royal Copenhagen Porcelain Manufactory hergestellt hat.
Die Ausstellung Carl-Henning Pedersen – Bilder in Ton wird bis zum 20. Dezember 2020 im CLAY Museum of Ceramic Art Denmark und von Februar 2021 an im Museum von Carl-Henning Pedersen & Else Alfelt gezeigt. 

(Henny Husum)

Verschiedene ausgesuchte Gemälde von Carl-Henning Pedersens begleiten seine Keramikarbeiten in der Ausstellung im CLAY Museum
Foto – Jacob Friis-Holm Nielsen

ONGGI

Traditionelle koreanische Behälter für Lebensmittel

Wenn man in Korea reist, sieht man überall verschiedene Onggi, z.B. bei alten traditionellen Häusern und buddhistischen Tempeln. Daher entdeckt man entsprechend häufig Onggi im Hintergrund auf Reisefotos.
Onggi wurden und werden immer noch im koreanischen Haushalt gebraucht. Überall im Haus, wo man hinschaut, findet man Onggi. In der Küche, im Vorgarten und Hinterhof, im Vorratsraum, selbst im Stall von Bauernhöfen.
Es wurden Onggi gefunden, die nachweislich bereits seit mindestens 9 Generationen in Gebrauch sind. Früher hat man sogar auf dem Regal des “Maru” einen kleinen Onggi gestellt, in dem frisch geerntete Körner für den Hausgeist aufbewahrt wurden. Ein “Maru” ist ein offener zentraler Raum in einem traditionellen Haus, in dem die Familie vor allem im Sommer zusammen kommt. Jedes traditionelle Haus könnte man heute als ein Onggi-Museum bezeichnen. 

Die Besonderheit der Onggi im Haushalt
Onggi gab es überall und in großer Anzahl als Gebrauchskeramik. Daher wurden Onggi früher, im Gegensatz zu den berühmten Seladon- und Porzellan-Keramiken, nicht als Kunstobjekt angesehen, obwohl Onggi in der koreanischen Kultur schon lange existieren und eine schlichte Schönheit ausstrahlen. 

(Yoon-Kyung Lee- Dieter Jacobs)

Onggi mit Saucen und eingelegtem Gemüse

Künstlerjournal: Matsumoto Hideo und Tomita Mikiko

Matsumoto Hideo  (Japan)
Matsumoto Hideo ist Honorarprofessor an der Universität Kyoto Seika. Er wurde 1951 in Kyoto geboren. Matsumoto arbeitet mit stark strukturierten Tonoberflächen, die jeweils eigene Muster tragen. Hiermit erzielt er einzigartige Strukturformen.
Aufgrund seiner Geburt in einem Tempel, beschäftigt sich Matsumoto seit frühen Jahren mit der Philosophie der japanischen Gartengestaltung. Die komplexe Struktur seiner Arbeiten basiert auf expandierenden Oberflächen und speziell aufbereiteten Schichtungen. 

Tomita Mikiko   (Japan)
2002 stellte die damals 30-jährige Mikiko Tomita (geb. 1972 in Osaka, Japan) zwei Werke der jüngeren japanischen und koreanischen Künstler im Museum of Modern Art, Shiga, aus. In einer Zeit, in der die Computertechnologie in der Keramik noch nicht so verbreitet war, waren ihre dekorativen Details und ihr technischer Einfallsreichtum recht unbekannt und äußerst beeindruckend.

(Ting-Ju SHAO)

Matsumoto Hideo

Tomita Mikiko

Werkstattgespräch mit Velimir Vukicevic

Velimir, kannst Du uns erzählen, was Dich in das Keramikfach gezogen hat, und ob es schon immer Dein Traum war, Keramiker zu werden? 

Als junger Mann fühlte ich mich zu verschiedenen Fachbereichen hingezogen. Die Kunst war da nur eine davon. Die Aufnahmeprüfung zur Einschreibung an der Akademie für angewandte Kunst in Belgrad, Serbien, empfand ich als überaus schwierig. Ich war denn auch freudig überrascht, zu erfahren, die Prüfung mit einer hohen Punktzahl bestanden zu haben. Ich erkannte bald, dass es die richtige Wahl für mich war, denn ich genoss das Lernen zusammen mit meinen Kollegen. Fünf Jahre habe ich im Vordiplomstudium verbracht, danach zwei Jahre mit der Spezialisierung als Doktorand. Übrigens: mein Vater war auch Keramikkünstler und seine Unterstützung war für mich entscheidend.

(Evelyne Schoenmann)

Werkstattgespräch mit Velimir Vukicevic

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