Neue Keramik 4/2020 - Die aktuelle Ausgabe

Im PORTRAIT: 8 Keramikkünstlerinnen und -künstler aus Ungarn,  Deutschland, Italien, Japan, Rumänien, Belgien, China. Wir berichten über AUSSTELLUNGEN und VERANSTALTUNGEN aus Schweiz, Deutschland, China. Im KÜNSTLER-JOURNAL stellen wir Tanja Smeets und Tip Toland vor. Darüber hinaus Werkstattgespräche, Termine, Kurse, Seminare, Märkte.

Wegen technischer Probleme bitten wir Sie vorübergehend telefonisch unter 02426-94 80 68 oder per Email an bestellungen@neue-keramik.de zu bestellen.

Neue Keramik 4/2020 - Inhalt

DIE NEWS

PORTRAITS

Maria Geszler-Garzuly – Ungarn
Katharina Link – Deutschland
Ivana und Saura Vignoli – Italien
Hiroyuki Matsui – Japan
Hendrik Schink – Deutschland
Barbara Hertwig – Deutschland
Anca Vintila Dragu – Rumänien
Ana Maria Asan – Belgien
Yang Fan – China

FORUM
Was macht das Gehirn mit der Schönheit?  – Gustav Weiß – Kunstbetrachtung

AUSSTELLUNGEN / VERANSTALTUNGEN
Souvenire des Mittelalters – Köln – Deutschland
Seladon im Augenmerk – Zürich – Schweiz
Salon der Keramik – Giessen – Deutschland
Holzbrandfestival – Yixing und Shanghai – China

WISSEN & KÖNNEN 
Kristallglasuren I – Technik

BÜCHERSEITEN

KÜNSTLER-JOURNAL

Tanja Smeets – Niederlande und Tip Toland – USA – Ting-Ju Shao

WERKSTATTGESPRÄCHE

Maria ten Kortenaar  – Evelyne Schoenmann – Interview / Technik

TERMINE / Ausstellungen / Galerien / Museen
Ausstellungskalender    International

KURSE / SEMINARE / MÄRKTE
ANZEIGEN
VORSCHAU / IMPRESSUM

Neue Keramik 4/2020

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  • PORTRAITS
    Maria Geszler-Garzuly – H, Katharina Link – D, Ivana and Saura Vignoli – I, Hiroyuki Matsui – J, Hendrik Schink – D, Barbara Hertwig – D, Anca Vintila Dragu – RO, Ana Maria Asan – B, Yang Fan – CHN

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    Katharina Link

  • AUSSTELLUNGEN

    Souvenire des Mittelalters – Köln – Deutschland, Seladon im Augenmerk – Zürich – Schweiz, Salon der Keramik – Giessen – Deutschland, Holzbrandfestival – Yixing und Shanghai – China

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    Anette Mertens mit Li Zhen im Gespräch über Fundstücke seiner privaten Sammlung historischer Seladon-Scherbenfragmente

  • KÜNSTLERJOURNAL

    Tanja Smeets – Niederlande und Tip Toland – USA

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    Tip Toland – USA

  • WERKSTATTGESPRÄCHE

    Evelyne Schoenmann besucht Maria ten Kartenaar im Atelier.

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    Maria ten Kortenaar

  • TERMINE

    Termine und Ausstellungen von Amsterdam bis Winzer

    16-4-termine

Leseproben

Portraits: Katharina Link – D, Barbara Hertwig – D, Anca Vintila Dragu – RO, Ana Maria Asan – B Ausstellungen / Veranstaltungen: Seladon im Augenmerk – Zürich – CH, Salon der Keramik – Giessen – D, Holzbrandfestival – Yixing und Shanghai – CHN Künstler-Journal: Tanja Smeets – NL und Tip Toland – USA Werkstattgespräche:  Maria ten Kartenaar – Evelyne Schoenmann

Katharina Link

Antje Soléau: Katharina, Du hast – in Anführungsstrichen, die ich ausdrücklich betone – “nur” eine erfolgreich abgeschlossene Töpferlehre gemacht. Du hast im Anschluss daran kein Design-Studium oder Ähnliches an einer der berühmten Hochschulen vor allem in Osten des Landes absolviert. Und doch findet man Deine Arbeiten in berühmten öffentlichen und privaten Sammlungen überall im Land. Wie erklärst Du Dir das? Woran liegt das? Bist Du darauf besonders stolz?

Katharina Link: Das Wort “stolz” würde ich hier eher nicht wählen. Wenn ich es beispielsweise unter großen Mühen und trotz meiner Affinität zu Schokolade schaffe, 30 Liegestütze zu machen, bin ich mega stolz. Meine Arbeit verläuft da wesentlich entspannter, sie bereitet mir Freude und manchmal Kopfzerbrechen, löst innere Dialoge aus und entführt mich in andere Welten, durch die ich gerne streife und mich umschaue. Das passiert automatisch, ohne Plan oder konkrete Absicht. 

(Antje Soléau)

Katharina Link

Barbara Hertwig

Lernen, lebenslang, nicht stehen bleiben, nicht zufrieden sein mit dem Erreichten – das Experiment lockt zu sehr. Dergleichen Schlagworte mögen sicher auf sehr viele Kunstschaffende zutreffen, das ändert nichts an ihrer Relevanz, wenn es gilt, eine künstlerische Position in ihrer Entwicklung zu beschreiben. Die vielfältigen Erfahrungen prägen ihre Spuren ein, können verblassen, werden überlagert, überschrieben. Auf dieser Matrix gedeiht die künstlerische Praxis.
Der windungsreiche künstlerische Weg von Barbara Hertwig durchmisst mittlerweile vier Dekaden von der deutsch-demokratischen Vergangenheit bis zur bundesrepublikanischen Gegenwart. Als sie nach dem Abitur keinen Studienplatz an einer Kunsthochschule bekam, entschied sie sich für die Ausbildung zur Töpferin. Hier erlernte sie die soliden handwerklichen Grundlagen, was in der anschließenden Meisterausbildung noch maßgeblich erweitert wurde.

(Christian Lechelt)

Barbara Hertwig

Anca Vintila Dragu

In den letzten Jahren tauchte der Name Anca Vintil in der rumänischen Keramikszene auf. Anca Vintila Dragu wurde 1976 geboren, von der Kunst seit ihrer Jugend beeinflußt, studierte sie jedoch zunächst Wirtschaftswissenschaften und hatte eine erfolgreiche Karriere im Unternehmensmarketing. Dann kam sie mit der Welt des Porzellans und des Tons in Kontakt und erwarb 2016 ihren Bachelor in Angewandter Kunst, gefolgt von einem Master-Abschluss im Jahr 2018 im gleichen Bereich. Seit einem Jahrzehnt stellt sie ihre Arbeiten aus. Sie schloss sich der Galateea-Gruppe von Keramikern und der Galateea Art Gallery in Bukarest an, die zusammen mit der Schule von Cluj in den letzten Jahrzehnten das Genre an der Spitze der lokalen bildenden Kunst in Rumänien bilden.
Ihre Ausstellung 2018 hatte den Titel “Antropociberneticus” (Galateea Gallery, Bukarest). Der Überbegriff bezeichnet eine hybride Spezies, den Robotermann, etwas an der Schnittstelle zwischen Mensch und zeitgenössischen Technologien.

( Ion Bogdan Lefter)

Anca Vintila Dragu

Ana Maria Asan

Da meine Arbeit im Ausland immer Anerkennung und Begeisterung fand, wäre es großartig, in naher Zukunft auch mit belgischen und rumänischen Kunstpartnern im Bezug auf dieses zehnjährigen Jubiläum zusammenzuarbeiten (mit Ceramic Art Andenne 2021 arbeite ich optimistisch daran).
Zunächst möchte ich diejenigen, die im Einklang mit mir waren, das Projekt unterstützten oder sichtbar machten, meinen Dank aussprechen. Bevor ich anfing, brachte mir der belgische Keramiker Jean-Claude Legrand mehrere Jahre lang großzügig fast alles bei, was ich über Ton und Keramik weiß. Mit der Absicht dem Betrachter nicht nur Trophäen zu zeigen, erinnere ich mich an mehr oder weniger glückliche Aspekte dieser Reise. Meine Entschlossenheit als Künstlerin zu agieren, die von einer tiefen Überzeugung geleitet wird, könnte junge Keramiker ermutigen, ihren eigenen Weg in dieser sich verändernden Welt zu gehen. Ja, mit einem persönlichen Kunstansatz, mit viel Arbeit und Vertrauen ist dies möglich!

Ana Maria Asan

Seladon im Augenmerk

Jadegleiche Porzellane und ihre Meister in Longquan, VR China

Die tief–grün–blauen Landschaften Zhejiangs in Südwest–China und die handwerklich vollendete Art, in der dortige Keramiker Licht und Farbpalette ihres Umfelds in Seladon–Porzellane übertragen haben, kann seit dem 24.11.2019 am Völkerkundemuseum der Universität Zürich (VMZ) in der Ausstellung “Seladon im Augenmerk – Jadegleiche Porzellane und ihre Meister in Longquan” betrachtet werden. Bis mindestens zum 22.10.2020 repräsentieren 18 MeisterInnen mit ihren neuzeitlichen Seladonobjekten die Geschichte, Technologie und das Repertoire eines faszinierenden Handwerks und verdeutlichen zugleich auch dessen Naturbezug.
Wer nicht nach Zürich reisen mag, kann die gleichnamige Publikation der Sinologin, Keramikerin und Gastkuratorin Anette Mertens in Zusammenarbeit mit der Sinologin, Technikethnologin und Direktorin des Völkerkundemuseums der Universität Zürich, Professorin Dr. Mareile Flitsch, studieren.

(Anette Mertens)

Jinsi hu (Kanne mit Goldfaden-Krakelee.) 

Salon der Keramik

zu Gast: Umibaizurah Mahir und Mohammad Al Khuzairi-Ali

An der Ausstellung und Workshopsreihe „Salon der Keramik -touch- Keramische Konstruktionen und Assemblagen” im Atelier Z-Keramik waren besondere Gäste Umibaizurah Mahir und Muhammad Al Khuzairie-Ali, die im Raum Kuala Lumpur leben und arbeiten. Beim Gespräch über ihre Werke blätterten wir in Katalogen und kamen sehr schnell auf ihre vorherige Einzelausstellung „Fragile“ zu sprechen.
Wie die aktuellen Arbeiten waren auch dort keramische Werke Mittelpunkt, allerdings arbeitet Mahir auch auf Leinwand und kombiniert diese mit Keramik oder versieht ihre Werke mit Metallkonstruktionen. In dem Werk „The Lady Smokey Haze“ zeigt Mahir die klas-sische Büste von Elisabeth, der Ehefrau des ehemaligen Ministerpräsidenten Malaysias. Sie thront mit ihrer Krone über einer Gruppe ihrer Ebenbilder, die durch die farbliche Gestaltung zu vielen verschiedenen Frauen werden, allen gemein ist der bunte Mundschutz, eine Ware, die im Raum Kuala Lumpurs auch schon vor der Pandemie schnell ausverkauft war, wenn in Indonesien der Regenwald gerodet wird und die Rauchschwaden über der Hauptstadt hängen.

(Heide Margret Zavaczki)

Priceless, Mohammed al Khuzairi-Ali

Holzbrand Festival in Yixing und Shanghai, China

Yixing ist das Synonym für Teekannen schlechthin, ein unverzichtbares Utensil beim Teetrinken, und die Teekultur ist ein reiches und komplexes, hoch bedeutendes Element der chinesischen Kultur.
Der tägliche Gebrauch verbessert die Yixing-Teekannen und Yixing-Teekannen bereichern den Tee. Beim Trinken und Teilen von Tee geht es um Gemeinschaft. Es geht darum, Dialog und Freundschaft zu schaffen und zu teilen. Das Trinken von Tee ist in China voller Rituale. Es ist eine spezielle Art der Begrüßung und dient dazu, dem Wunsch nach Kameradschaft zu vermitteln.
In schwierigen Zeiten half heißer Tee den Menschen sich zu wärmen und gab den Trinkenden etwas Energie. Tee ist zudem ein Heilmittel. Immer wenn man ein Haus oder einen Laden in Yixing betritt, gibt es fast immer eine freundliche Person, die diese Medizin für Körper und Seele anbietet. Das Ritual des Tees und die Schönheit der Yixing-Teekannen und Tee-Geräte ist eine Art Poesie, die jeden sensiblen Menschen fasziniert. Hier ist die Teekultur von Yixing Dingshan City einzigartig und ewig.

(Marc Leuthold / Qin Ling)

Richard Notkin und Marc Leuthold bestaunen Xu Xiutangs Sammlung

Künstlerjournal: Tanja Smeets und Tip Toland

Tanja Smeets  (Niederlande)
Die 1963 in den Niederlanden geborene Künstlerin Tanja Smeets bereitete ihre Arbeiten im EKWC für ihre Ausstellung 2019 im Keramikmuseum Princessehof, Leeuwarden, vor. Ihre Mixed-Media-Werke dehnen und entfalten sich im Raum, in dem ihre durch Sensibilität und Raffinesse gebildeten, winzigen Elemente ein Ganzes bilden, das sich organisch und rhythmisch entwickelt und die Augen des Betrachters völlig überrascht. 

Tip Toland   (USA)
Zur Taiwan Ceramics Biennale 2018 in Asien eingeladen, verblüffte Tip Toland (1950), mit ihrer lebendigen und exquisiten naturalistischen Plastiken die Zuschauer und erhielt 2019 den Hauptpreis der Korean International Ceramic Biennale. Ihre Plastiken verkörpern nicht nur die Menschen unserer Umgebung, sondern auch die Verletzlichkeit der Menschheit. Insbesondere die Schwachstellen, die Zerbrechlichkeit und die inneren Konflikte, die sie aufdecken, implizieren ein Lernen aus und eine Akzeptanz der Mängel des Lebens.

(Ting-Ju SHAO)

Tanja Smeets

Tip Toland

Werkstattgespräch mit Maria ten Kortenaar

Maria, urspünglich hast Du eine Ausbildung als Silber- und Goldschmiedin absolviert. Erzähl`uns doch bitte, wie es dazu kam, dass Du nun schon lange mit Ton arbeitest?

Gerne! In den achziger Jahren besuchte ich die Kunstschule und arbeitete danach einige Jahre in der Schmuckherstellung. Allerdings verspürte ich zunehmend den Wunsch, mit Farben zu arbeiten. Also versuchte ich mein Glück mit Ton. Zudem erlaubt mir die Natur dieses Materials viel freier zu formen. Heutzutage arbeite ich ausschliesslich mit Porzellan, weil ich den Farben damit mehr Glanz verleihen kann.

Kannst Du denn die Techniken, welche Du als Goldschmiedin angewandt hast, auch bei Deiner jetzigen Tätigkeit einsetzen?

In der Ausbildung zur Goldschmiedin hatte ich mich an eine präzise Arbeitsweise gewöhnt, und daran, viele winzige Teile zu einem Objekt zusammenzusetzen. Später, als Keramik-Autodidaktin, habe ich meine eigene Art und Weise entwickelt, wie ich mit dem Porzellan arbeite. Somit kann man wohl sagen, dass mein Arbeiten tatsächlich ein bisschen wie Goldschmieden ist.

(Evelyne Schoenmann)

Werkstattgespräch mit Maria ten Kortenaar

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