Neue Keramik 4/2017 - Die aktuelle Ausgabe

Im PORTRAIT: 8 Keramikkünstlerinnen und -künstler aus Schweiz, Deutschland, Spanien, Niederlande, Großbritannien, Rumänien / Belgien. Wir berichten über AUSSTELLUNGEN und VERANSTALTUNGEN aus China, Rumänien, Philippinen, Cuba, Türkei, Deutschland, Großbritannien. Im KÜNSTLER-JOURNAL stellen wir Karin Östberg und Lee Min-Soo vor. Darüber hinaus Werkstattgespräche, Termine, Kurse, Seminare, Märkte.

Neue Keramik 4/2017 - Inhalt

DIE NEWS

PORTRAITS

Patrick King – Schweiz
Christine Gelte – Deutschland
Joan Serra – Spanien
Saskia Pfaeltzer – Niederlande
Rachel Wood   Großbritannien
Ana Maria Alan – Rumänien / Belgien
Jack Doherty – Großbritannien

Forum / PÄDADOGIK

Unser Weg – Gustav Weiß – Kunstbetrachtung
Ton & Flammen – Jasmin Lucia Schröder – Projekt

AUSSTELLUNGEN / VERANSTALTUNGEN

DeHua – Keramiksymposium – Quanzhou – China
Inside Out – Galatea Gallery – Bukarest – Rumänien
Trees of Life – Manila – Philippinen
Casa del la Ceramica – Santiago de Cuba – Cuba
10. Internationales Terra Cotta Symposium – Eskisehir – Türkei
Shaping the Future – Wanderausstellung – Europa
CERAMIC ART – London – Großbritannien

KÜNSTLER-JOURNAL

Karin Östberg + Lee Min-Soo – Shao Ting-Ju – Schweden / Korea

WERKSTATTGESPRÄCHE

Martin McWilliam – Evelyne Schneemann – Interview / Technik

TERMINE / Ausstellungen / Galerien / Museen
Ausstellungskalender    International

KURSE / SEMINARE / MÄRKTE

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VORSCHAU / IMPRESSUM

Neue Keramik 4/2017

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  • PORTRAITS

    Patrick King – CH, Christine Gelte – D, Joan Serra – ES, Saskia Pfaeltzer – NL, Rachel Wood – GB, Ana Maria Asan – RO / BE, Jack Doherty – GB

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  • FORUM

    Wir in unserer Kulturgesellschaft – Gustav Weiß

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    17-1-forum

  • AUSSTELLUNGEN

    Christie Brown – GB, Virginia Arregui – AU, Patricia Cassone – FR, Kenichi Harayama – JP

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  • KÜNSTLERJOURNAL

    Künstlerjournal: Alev Siesbye (TR / DN) / Ken Mixara (JP) und

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    17-1-alev

  • WERKSTATTGESPRÄCHE

    Evelyne Schneemann besucht Laura Silvagni im Atelier.

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    17-1-interview

  • TERMINE

    Termine und Ausstellungen von Amsterdam bis Winzer

    16-4-termine

Leseproben

Christine Gelte – D, Joan Serra – ES, Saskia Pfaeltzer – NL, Rachel Wood – GB Forum: Unser Weg – Gustav Weiß – Kunstbetrachtung Ausstellungen: DeHua – Keramiksymposium – Quanzhou – CN, Keramikerportrait der Oldenburger Keramiktage 2017 – D, Die 51. NCECA Konferenz – USA, CERAMIC ART – London       Großbritannien Künstlerjournal: Karin Astberg – SE,  Lee Min-Soo -KR Werkstattgespräche: Martin McWilliam –  Evelyne Schoenmann Interview / Technik

Christine Velte (D)

Als Kind fuhr ich zusammen mit meinem Großvater, der Bauer war, auf seinem Traktor zu seinen Feldern. Dort fand ich zwischen den frisch gepflügten Ackerschollen meine ersten Klumpen Lehm, die ich spielerisch zu Menschen formte. Mein Urgroßvater war Steinhauer gewesen. Meine Vorfahren arbeiteten selbständig. Was die Natur ihnen bot war die Grundlage für ihren Lebensunterhalt. Das Land, ihre Tiere und ihr Arbeitseinsatz gaben ihnen ihr täglich Brot.
Nach dem Abitur begann ich die dreijährige Ausbildung zur Keramikerin mit der Fachrichtung Scheibentöpferin, arbeitete in verschiedenen Betrieben als Gesellin und besuchte in Höhr-Grenzhausen die Meisterschule. Seit 24 Jahren führen mein Mann und ich unsere Töpferei. Zahlreiche Auszubildende und viele Praktikanten unterstützten uns. Inzwischen helfen unsere Tochter, 21, und unser siebzehnjähriger Sohn mit, wenn es nötig ist. Was unsere Hände aus Erde erschaffen, davon leben wir.

Christine Velte

Schnell und einfach bestellen 02426-94 80 68 oder  bestellungen@neue-keramik.de

Joan Serra (ES)

Als Joan Serra die Tür seines Ateliers bei meinem Besuch öffnete, war ich mit einem großen, kräftigen Mann mit einem langen grauhaarigen Bart konfrontiert, der mich mit einer tiefen, rauen Stimme begrüßte. Seine Manieren waren etwas ruppig, aber nett, und wenn ich seine Arbeit nicht gekannt hätte, hätte ich erwartet, dass er ein traditioneller Töpfer sei, der riesige Gefäße dreht und in einer chaotischen Höhle arbeitete. Stattdessen wurde ich eingeladen, ein riesiges, helles, makelloses Studio zu betreten, das eine Akribie hinter seiner scheinbar zufälligen Arbeit enthüllte.
Der Ausstellungsraum im ersten Stock zeigte einige der Stücke, die ihn als Innovator in der künstlerischen Keramik bekannt gemacht haben und beim Betreten des Arbeitsbereichs verbannte sich die Idee einer primitiven chaotischen Höhle vollständig. Der Ort sah eher wie ein Labor aus als wie das Klischee eines Künstlerstudios. Alle Werkzeuge, Tests und Materialien waren perfekt organisiert und etikettiert. Wir waren in eine gemütliche Bibliothek gekommen, wo wir über einer dampfenden Tasse Kaffee über seinen besonderen Arbeitsprozess sprachen.

(Caterina Roma)

Joan Serra

Saskia Pfaeltzer (NL)

Was haben die Hauptverwaltungen von ABN AMRO, ING, Unilever und manch anderem multinationalen Konzern gemeinsam? Sie alle enthalten Kunst von der multitalenten Amsterdamer Künstlerin Saskia Pfaeltzer. Sie ist Malerin, Keramikerin und Bildhauerin und ihre gesamte Kunst hat einen Zweck – „andere durch meine Arbeit glücklich zu machen.“
Saskia ist keine Mainstream-Künstlerin, aber ihre Arbeiten befinden sich in vielen renommierten Galerien und Sammlungen. Große Konzerne können ihre Sammlungen nicht schnell genug füllen. Wer zum Beispiel die Unilever-Hauptqverwaltung in Rotterdam besucht, findet dort ihrer Plastik „Far away Journey“ – eine stehende männliche Figur, die ein Schild trägt.
Saskia verwendet viele Materialien – Bronze, Ton, Putz, Wachs, Papier, Polystyrol und manches mehr. Sie macht Keramik, Porzellanvasen, Gemälde, Bronzeplastiken und Zeichnungen. Sie stellt Tänzer, Tiere und vieles mehr dar. Der rote Faden, der sich durch all ihre Arbeiten zieht ist „Lebendigkeit“, wie sie es ausdrückt. Das spiegelt sich auch in ihrer Liebe zum Tanz. Sie wäre gern Tänzerin geworden, hätte man sie als junge Frau in die Tanzakademie aufgenommen.

(Kees Versluis)

Saskia Pfaeltzer (NL)

Rachel Wood (GB)

Wenn du Rachel Wood fragst, wer ihre Arbeit, ihre Praxis und ihre Techniken vor allem beeinflusst hat, antwortete sie ohne einen Moment des Zögerns “Robin Welch”. Mit dieser Information kann man vielleicht eine Verbindung herstellen. Dennoch ist die Ähnlichkeit nicht so augenfällig ohne diese Aufklärung. Ja, die Texturen sind vertraut, die Farbtöne zeigen ähnliche Werte und die trockenen, halbmatten Oberflächen erinnern an Welch, aber bei Rachel Wood finden wir eine organische Qualität, die ganz ihre eigene ist. Robin Welchs Werke sind malerisch, sind eine Kombination aus verbundenen Abgrenzungen, Quadraten und Geometrien, die auf den Gefäßen liegen. Wood zeigt keine solchen Farbfelder. Ihre Oberflächen sind von Landschaften, von Fauna, Holz-Rinden und Flechten beeinflusst. Ihre Formen haben eine angenehme, selbstbewusste Unregelmäßigkeit, die nicht aus einer strukturierten Symmetrie herausgezwungen wird, sondern die darauf hindeuten, wie ein Baum oder eine Pflanze ganz organisch wachsen könnte. Diese Qualitäten, diese Kombinationen von Form, Farbe und Textur sind es, die ihre Arbeiten erkennbar ihr zuzuordnen sind und mit denen sie sich von Robin Welch abgrenzt.

(Eddie Curtis)

Rachel Wood

Forum: Kopf oder Bauch - Die Befreiung aus der Gleichgültigkeit

In keinem anderen Bereich der Gestaltung findet man eine solche nationale und globale Verbundenheit der Teilnehmer wie in der Keramik. Und auch eine solche Fortbewegung vom Erleben zur Neugier und Erkenntnis, vom Überkommenen zum Neuen.
Die Töpferei war alle Zeiten hindurch darauf bedacht, gut und schön zu sein. Auch nachdem sie als Kunsthandwerk und angewandte Kunst zur „Keramik“geworden war, blieb es dabei. Wo Neugier und Wissen zunehmen, taucht aber die Frage nach Sinn und Bedeutung auf. Das Gefällige und Erfreuliche löst sich von der passiven Gleichgültigkeit, indem es nach den Möglichkeiten fragt; denn die Welt besteht aus Möglichkeiten.

(Gustav Weiß)

„Evolution II“,  2017, H 35 cm

HEINER BALZAR erhält Ehrenpreis

Der Westerwaldkreis ehrt einen bedeutenden Keramiker

Keramische Wurzeln, geboren in einer Töpferdynastie, vorzügliche Ausbildung, Erfahrung im Ausland, kreativer Ausnahmekeramiker von Anfang an mit analytischem Verstand, präziser Material- und Technikkenntnis – das alles gehört zu Heiner Balzar und seiner keramischen Karriere. Zudem beeindruckt seine auch heute noch spürbare Tatkraft und der klare Wille, Dinge zu bewegen, Neues zu gründen, Eingefahrenes zu ändern, traditionell Vorhandenes durch Innovation voran zu bringen.
Heiner Balzar hat wie kein anderer in der deutschen Keramikszene in eigenem Arbeiten wie auch in der Forcierung von Unternehmungen mit Anderen die Keramik in Handwerk und Kunst voran gebracht.

Ausstellung bis 18. Juni 2017 im Keramikmuseum Westerwald

(Monika Gass)

V.l.n.r. Jochen Brandt, Thomas Konscholke, Monika Gass, Heiner und Brigitte Balzar, Hans-Dieter Knott

AXEL SALTO - Meister des Steinzeugs

Axel Salto (1889-1961) ist ohne Zweifel der bekannteste däni-sche Keramiker. Er hat eine einzigartige Position in der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts und spielte eine wichtige Rolle in der frühen dänischen Moderne. Heute haben seine keramischen Werke fast Kultstatus erreicht und sind bei Kunstsammlern, Museen und Innenarchitekten gleichermaßen beliebt.
Aber warum dieses Aufsehen um einen keramischen Künstler, mehr als 50 Jahre nach seinem Tode? Was ist an seinen Arbeiten, die sie so besonders machen?

CLAY Keramikmuseum Dänemark, Middelfart – Kongebrovej 42
Ausstellung bis 17. September 2017

(Henny Husum)

Vasen  , Knospen-Stil, ca. 1958, Steinzeug, H 48 – 52 cm. Foto –  Ole Akhøj

Nona Otarashvili & Sophia Tabatadze

Wann ist eine Geschichte, die uns eine Person von sich erzählt, wahr?
Wenn sie zu allem, was wir über sie und die Welt wissen, widerspruchsfrei passt? Wenn sie uns als in sich stimmiges Ganzes erscheint? Und wenn die Person, die uns da Auskunft gibt, nach unserem Gefühl einen sicheren Zugriff auf ihre Erinnerungen hat?
Im Fall der Grafiken der georgischen Künstlerin Sophia Tabatadze, die sich u. a. als Repräsentantin ihres Landes auf der Biennale  in Venedig einen Namen gemacht hat, trifft offenbar keine dieser Bedingungen zu. Bei ihr verschmelzen Menschen- und Maschinenteile miteinander in einer seltsamen Organik, die zuweilen an die surrealistischen Traumgebilde Dalís und – im Stil – auch vage an Skizzen Franz Kafkas erinnert. Andeutungen von Gewalttaten und anderen geheimnisumwitterten Vorgängen verbleiben im Bezuglosen eines Schnappschusses.

Ausstellung: Nona Otarashvili und Sophia Tabatadze vom 28.05.2017 bis 17.06.2017 in der Galerie Bollhorst GbR, in 79098 Freiburg, Oberlinden 25

(Volker Haase)

Nona Otarashvili – Sophia Tabatadze

Künstlerjournal: Susan Beiner und YANG, Yuan-Tai

Susan Beiner
Susan Beiner wurde 1962 in Newark, New Jersey, USA, geboren. Durch den überwältigenden visuellen Charme verschiedener bunter und klarer Pflanzenformen meditiert Beiner in ihren großen Installationen über die langfristigen Auswirkungen der Massenproduktion und der künstlichen Reproduktion auf die empfindliche Ökologie der Erde.

YANG, Yuan-Tai
YANG, Yuan-Tai (wurde 1939 in Taiwan geboren. Yangs Arbeit ist mit einer ruhigen Verfeinerung verbunden. Seine Berglandschaften ent-springen aus der Intimität des Künstlers mit der Natur. Yang ist in einer Bauernfamilie aufgewachsen und seine Arbeiten spiegeln seine tiefe Zuneigung für das Land, das ihn geprägt hat – bescheiden und schmucklos wie der Künstler selbst. Yangs Arbeiten zeigen die ruhige und grenzenlose Kraft der Erde, die den Menschen unterstützt.

(Ting-Ju Shao)

Susan Beiner

Yang, Yuan-Tai

Werkstattgespräche mit Lynn Frydman Kuhn

Lynn’s Paradestücke sind in einer selbst genähten Form aus saugenden Putztüchern gefertigt. Der Fantasie sind da keinerlei Grenzen gesetzt. Jede der Formen kann nur einmal verwendet werden, da sie sich mit der Porzellanflüssigkeit vollsaugen. Wie die quirlige Künstlerin auf die Idee der Benutzung von Schwammtüchern kam, erzählt sie uns im nachfolgenden Interview.

(Evelyne Schoenmann)

Lynn Frydman Kuhn

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