Neue Keramik 2/2017 - Die aktuelle Ausgabe

Im PORTRAIT: 8 Keramikkünstlerinnen und -künstler aus Deutschland,  Belgien, Frankreich, Norwegen, Russland. Wir berichten über AUSSTELLUNGEN und VERANSTALTUNGEN aus Deutschland, Spanien / Slowenien,  China, Niederlande. Im KÜNSTLER-JOURNAL stellen wir Dean Smith und Yoon Sol vor. Darüber hinaus Werkstattgespräche, Termine, Kurse, Seminare, Märkte

Neue Keramik 2/2017 - Inhalt

DIE NEWS

PORTRAITS

Ute Matschke & Maria Meyer – Deutschland
Lut Laleman – Belgien
Matthieu Robert – Frankreich
Barbara Hartwig – Deutschland
Guy van Leemput – Belgien
Sidsel Hanum – Norwegen
Alexander Lazarevich – Deutschland / Russland
Mia Böddecker – Deutschland

FORUM
Licht – Gustav Weiß – Kunstbetrachtung

AUSSTELLUNGEN / VERANSTALTUNGEN

100 Blüten –  Meissen Deutschland
Slowenische Keramik – Barcelona Spanien / Slowenien
Ceramic Artist Exchange – Tandem – Neumünster Deutschland
Galerie Bollhorst – Freiburg Deutschland
Artist in Residence Center – Shangyu China
4 Keramiker aus Höhr-Grenzhausen – Deventer Niederlande
Keramische Weltkultur und Integration – Oldenburg Deutschland
Jochen Brandt – “Beyond this case”- Hillscheid Deutschland
MARWITZ. In der Werkstatt – Velten Deutschland

KERAMIK & REISEN

Pueblo Indianer – Albuquerque USA

KÜNSTLER-JOURNAL

Dean Smitz und Yoon Sol – Shao Ting-Ju Australien/Korea

WERKSTATTGESPRÄCHE

Robert LaWarre III – Evelyne Schoenmann Interview / Technik

TERMINE / Ausstellungen / Galerien / Museen
Ausstellungskalender    International

KURSE / SEMINARE / MÄRKTE

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VORSCHAU / IMPRESSUM

Neue Keramik 2/2017

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  • PORTRAITS

    Ute Matschke & Maria Meyer – D, Lut Laleman – BE, Matthieu Robert – FR, Barbara Hartwig – D, Guy van Leemput- BE, Sidsel Hanum – NO, Alexander Lazarewich – D/RU, Mia Böddecker – D

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  • FORUM

    Wir in unserer Kulturgesellschaft – Gustav Weiß

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    17-1-forum

  • AUSSTELLUNGEN

    Christie Brown – GB, Virginia Arregui – AU, Patricia Cassone – FR, Kenichi Harayama – JP

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  • KÜNSTLERJOURNAL

    Künstlerjournal: Alev Siesbye (TR / DN) / Ken Mixara (JP) und

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    17-1-alev

  • WERKSTATTGESPRÄCHE

    Evelyne Schneemann besucht Laura Silvagni im Atelier.

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    17-1-interview

  • TERMINE

    Termine und Ausstellungen von Amsterdam bis Winzer

    16-4-termine

Leseproben

Lut Laleman – BE, Matthieu Robert – FR, Barbara Hartwig – D,  Sidsel Hanum – NO, Forum: Licht – Gustav Weiß  – Kunstbetrachtung Ausstellungen: Artist in Residence Center – Shangyu- CN, 4 Keramiker aus Höihr-Grenzhausen –  Deventer – NL, MARWITZ. In der Werkstatt –  Selten – D Künstlerjournal: Dean Sitz (AU) und Yoon Sol (KR) und Werkstattgespräch mit Robert LaWarre III (USA)

Lut Laleman (BE)

Die belgische Künstlerin Lut Laleman ist bekannt für ihre filigranen Experimente in Porzellan. Sie schafft Gefäße mit schwarz-weißen geometrischen Formen, die oft als untrennbare Paare zu sehen sind. Diese beiden wiederkehrenden Farben stehen für ihre Faszination für einen möglichen Dualismus, der mit diesem halbdurchsichtigen Material erzielt werden kann. Ihre einzigartigen Arbeiten sind Beispiele für einen aktiven Umgang mit den Phänomenen von Licht und Schatten. Auf diese Weise wirft Lalemans Oeuvre eine ganz neue Perspektive auf die Welt der Porzellanobjekte.

Dualismen und Kontraste sind das Thema der Arbeiten von Lut Laleman. Die belgische Keramikerin arbeitet schon mehr als ein Jahrzehnt mit der Gegensätzlichkeit von Licht und Schatten, Transparenz und Opazität, den Extremen von Schwarz und Weiß, der Kombination von vollem Material mit Hohlräumen und dem Antagonismus von mathematischen und organischen Formen. Dabei liebt sie den Kontrast zwischen zwei Objekten oder den Dialog zwischen Objekten in Paaren.

(Annelies Thoelen)

Lut Laleman

Schnell und einfach bestellen 02426-94 80 68 oder  bestellungen@neue-keramik.de

Matthieu Robert (FR)

Poncé-sur-le-Loir ist ein knapp Vierhundertseelendorf in Mittelfrankreich. Es wird überragt von einem mächtigen Renaissance-Schloss und ist umgeben von Wein, Wein und nochmals Wein. Ein bukolischer Ort – vor allem bei Sonnenschein. Hier lebt und arbeitet der französische Keramiker Matthieu Robert. Schon seine Eltern Thierry und Chantal Robert waren Keramiker. Sie hatten Anfang der 70er Jahre in der ehemaligen Papiermühle aus dem 18.Jahrhundert  – der zweiten Sehenswürdigkeit von Poncé – einen Betrieb gegründet. Darin arbeiteten als Angestellte drei Glasbläser, ein Leinenweber, ein Kunstschmied, ein Möbelschreiner und sogar ein Hutmacher. In dieser kreativen Atmosphäre wuchs Matthieu Robert (geb. 1962) auf.
Fertigten seine Eltern bodenständiges Gebrauchsgeschirr und volkstümliche Zierkeramik, sind die Arbeiten, die heute aus dem Atelier Robert kommen – die Papiermühle, in der auch Matthieu sein erstes Atelier hatte, ist inzwischen aufgegeben worden – von höchster Feinheit und ausgefeilter Eleganz. Sie strahlen eine feinsinnige Poesie aus.

(Antje Soléau

Matthieu Robert

Barbara Hertwig (D)

Heraklit, einer der einflussreichsten Denker der Philosophiegeschichte, sah eine dynamische Welt, in der alles im Fluss ist. Das große Gesetz, nach dem sich aus der einen Urenergie unablässig die Vielheit entfaltet, ist die Einheit der Gegensätze. Dies geschieht im polaren Zusammenspiel gegensätzlicher Prinzipien, die einander jedoch im Gleichgewicht halten. Aus dieser Spannung besteht die Harmonie. Heraklit wird der berühmte Satz zugeschrieben: Panta rhei – Alles fließt. Dieser Fluss wird in Gang gehalten durch polare Kräfte, durch Gegensätze. Diese polaren Kräfte, die die Prozessualität der Welt bestimmen, sind eine Metapher für mein kreatives Schaffen.
Schon als Kind in einem musisch geprägten Elternhaus aufgewachsen, war der Umgang mit Künstlern und Kunsthandwerkern für mein Leben prägend. Neben der musischen Förderung hat besonders meine Mutter die handwerklich kreative Seite in mir geweckt und gefördert. In Keramikkursen machte ich erste Erfahrungen mit Ton, weckte meine Passion und die Keramik ließ mich nie wieder los.

Barbara Hertwig

Sidsel Hanum (NO)

Sidsel Hanums Arbeiten beziehen sich auf die Natur, die sie umgibt, und auf Ereignisse aus dem Alltag, persönliche Geschichten und politische Situationen. Sie hat Porzellan als ihr Material gewählt und verwendet verschiedene Techniken bei der Herstellung ihrer Werke.
Durch eine lange und ereignisreiche Karriere hat sich Sidsel Hanum als eine der bedeutendsten Keramikerinnen Norwegens etabliert. Sie begann in den frühen 1980er Jahren, professionell zu arbeiten. Durch die kontinuierliche Erforschung der Möglichkeiten des Tons hat sie einen einzigartigen keramischen Ausdruck entwickelt und perfektioniert.
Im Jahr 2010 wurde ihre Position als anerkannte Keramikerin weiter gefestigt, als sie den Kunsthåndverks-prisen (Kunstpreis) gewann, die prestigeträchtigste Auszeichnung, die ein Kunsthandwerker in Norwegen bekommen kann.

(Else-Brit Kroneberg)

Sidsel Hanum

Forum: Licht

Unsere Sache ist es, den Funken des Lichts festzuhalten, der aus dem Leben überall da hervorbricht, wo die Ewigkeit die Zeit berührt.“ sagte Schiller vor zweihundert Jahren. Seither haben wir unseren künstlerischen Wirkungsbereich wissenschaftlich erweitert, und trotzdem bleibt Licht ein Mysterium. Für den Künstler nicht nur voller Bewunderung, sondern auch eine Wirkkraft.
Wir kennen das Licht nur als etwas, das ohne nachzudenken zu unserem Alltag gehört. Dass es auch mit Kunst zu tun hat, kennen wir nur von künstlerisch gestalteten Beleuchtungskörpern. Am 20. Dezember 2013 hatte die UN-Generalversammlung das Jahr 2015 als „Internationales Jahr des Lichts und der lichtbasierten Technologien“ ausgerufen.

(Gustav Weiß)

„Die Sonne“, das geflügelte urlicht der Erleuchtung, 2002, H 50 cm

Das neue Artist in Residence Center in China

Letztes Jahr bekam ich „out of the blue“, einen Anruf von Jimmy Clark: „Ob ich Interesse hätte, nach China zu gehen?“
Jimmy war gerade wieder in Philadelphia nach Haus gekommen. Er hatte den allerersten Artist-in-Residence Aufenthalt im International Ceramic Art Center in Shangyu, China, hinter sich. Und ich war eine der Künstlerinnen, die Jimmy bei Bai Ming, Keramikprofessor an der Tsinghua University und künstlerischer Leiter des Zentrums in Shangyu für eine Residency vorgeschlagen hatte.
In historischen Zeiten war Shangyu ein bekanntes Keramikzentrum in China, aber bis vor kurzem war das kaum jemandem, selbst in Shangyu, bekannt. In den letzten 5 Jahren haben jedoch Archäologen etwa 400 Öfen in und um Shangyu ausgegraben. Diese Werkstätten können bis in die Eastern Han Dynasty (AD 25-220) zurück verfolgt werden und stellen unter Beweis, dass Shangyu die Geburtsstätte des Porzellans und auch die Wiege der Seladonglasur ist. Der historische Shangyu Yue-Ofen hatte großen Einfluß auf andere Ofensysteme wie zum Beispiel den Longquan-Ofen, den RU-Ofen und den Jing-dezhen-Ofen.

(Ellen Spijkstra)

Wang Meng

KERAMIKER aus Höhr-Grenzhausen

Höhr-Grenzhausen ist das Zentrum einer Region in Deutschland, in der im 14. Jahrhundert die Salzglasur entwickelt wurde und von wo sich diese Waren über ganz Europa verteilten. In dieser Region gab und gibt es große Tonvorkommen, ausgedehnte Wälder für das Brennholz und ehemals eine Salzhandelsroute. So entstanden hier die zu dieser Zeit härtesten und hygienischsten Gefäße ganz Europas.
Soweit die Geschichte. Neben der Produktion von Keramik wurde und ist diese kleine Stadt durch ihre keramischen Ausbildungsmöglichkeiten bekannt. Die Fachschule für Keramikgestaltung und Keramiktechnik und das Institut für Künstlerische Keramik und Glas sind weltweit als angesehene Ausbildungsstätten anerkannt.
Zudem gibt es hier das Keramikmuseum Westerwald mit seiner großen Sammlung an historischem salzglasiertem Steinzeug sowie große Ausstellungsflächen für zeitgenössische Keramik, auf denen in permanenten und wechselnden Ausstellungen die Arbeiten bekannter KeramikerInnen aus der ganzen Welt gezeigt werden.
Loes & Reinier-International Ceramics
Ausstellung: 29. 1. bis 1.4. 2017

(Reinier van de Voorde)

Monika Debus

Marwitz. In der Werkstatt: Lehrlinge und Mitarbeiter Hedwig Bollhagens

Inmitten des von der jüngsten Weichseleiszeit geprägten Ländchens Glien (slaw. „Lehm“) nördlich von Berlin liegt das kleine Dorf Marwitz. Hier beherbergte eine ehemalige Ofenfabrik in den 1920er Jahren die „Haël-Werkstätten für künstlerische Keramik“ der Bauhausschülerin Margarete Heymann-Loebenstein (1899 – 1990). Später schuf in diesem aus gelbem Ziegel errichteten Fabrikgebäude, ihrer „Bude“, die Keramikerin Hedwig Bollhagen (1907 – 2001) von 1934 bis 2001 „einfaches, zeitloses Gebrauchsgeschirr“. Ihr keramischer Nachlass – eine Sammlung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz – steht seit Ende 2015 auf der Liste des Nationalen Kulturgutes. Im Jahr 2006 wurde HB, wie ihre Mitarbeiter, Freunde und Weggefährten sie kurz und liebevoll schlicht nannten, vom Goethe-Institut als eine der 10 besten deutschen Designer gekürt.

(Nicole Seydewitz)

Antje Scharfe

Künstlerjournal: Dean Smith und Yoon Sol

Dean Smith
Dean Smith wurde 1971 in Central Victoria, Australien, geboren, wo er auch heute noch lebt und arbeitet. Die rohe Postbergbaulandschaft dort hat einen starken Einfluss auf seine Arbeiten.
Diese Landschaft hat ihm einen direkten Zugang zu einigen der Elemente gegeben, die seine Arbeit inspirieren. Smith wird von der visuellen Wirkung von Kristallen und Steinen gefesselt und überträgt deren charakteristische Merkmale in seine Keramiken.

Yoon Sol
Yoon Sol wurde 1976 in Seoul, Süd-Korea, geboren. Durch das Gießen des weißen Porzellans werden die Voraussetzunge geschaffen für „die Zerlegung und Rekombination“ oder „die Bildung von Räumen durch Flächen mit unendlichen Krümmungen. Die Zusammenfügung dieser Flächen-Stücke bedeutet das Entstehen einer neuen Form.“

(Ting-Ju Shao)

Dean Smith

Moon Sol

Werkstattgespräche mit Robert LaWarre III

Workshops mit Robert sind lebhaft und fantasievoll. Ausser seiner akkurat bestückten Werkzeugbox hat er immer einen Beutel voller Spitzen, Bordüren, Stempeln usw. dabei. Warum ihm Textur so wichtig ist, sagt er uns in diesem Werkstattgespräch

(Evelyne Schoenmann)

Rober LaWarre III

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