Keramik – Die Kunst der Erde

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Keramik – Die Kunst der Erde

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Overview:

von Gustav Weiß.
Das Buch beschreibt die Entwicklungsgeschichte der Keramik und zeigt, wie aus bloßer Erde Kunst wurde
255 Seiten, 450 Abb. Gebunden

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Produktbeschreibung

von Gustav Weiß
Das Buch beschreibt die Entwicklungsgeschichte der Keramik und zeigt, wie aus bloßer Erde Kunst wurde. Von den ersten Spuren gebrannten Tons aus der Steinzeit über die Hochkulturen Babyloniens, Ägyptens, Griechenlands, Chinas oder Südamerikas stellt dieses Buch die Keramiken der Welt dar. Der zweite Teil des Buches stellt hundert Keramikgattungen mit ihren Techniken vor. 255 Seiten, 450 Abb. Gebunden .
Vorwort:
Jahrzehnte haben Menschen gesammelt, erforscht und bewundert, was frühere Generationen aus der bloßen Erde, auf der sie lebten und die sich ihnen anbot, erschaffen haben. Diese Vorarbeiten und neue Erkenntnisse befähigen uns heute, den Umkreis menschlicher Werte und Wertgefühle zu durchlaufen, aus verschiedenen Blickwinkeln auf diese Arbeiten zu blicken und die ganze Vergangenheit zu bewältigen. Somit ist dies kein Buch, das einfach nur die Meilensteine und Höhepunkte abschreitet, sondern eine Dokumentation der Kulturlandschaften mit ihrer Geschichte und ihrem kulturellen Klima, die je für sich ihre einzigartige Keramik hervorbrachten und die Technik fortentwickelten. Die keramische Entwicklung war ein selektiver Prozess, in dessen Verlauf – wie in der lebenden Natur – viele Arten und mit ihnen die Methoden ausgestorben, der Industrialisierung zum Opfer gefallen sind. Sie neu zu entdecken gleicht dem Lernen einer Sprache, die ja immer ein Ausdruck einer Kultur ist. Es verändert das Bewusstsein und erweist sich als ein Füllhorn, aus dem man nach Bedarf etwas entnehmen kann, was einem einen Vorteil verschafft. Kunst und Technik gehen Hand in Hand. Das gilt für die Keramik ganz besonders. Wo es darum ging, etwas aus fremder Herkunft nachzuahmen, da kam es auf die Technik an. Waren die bodenständigen Voraussetzungen unzulänglich, entstand etwas Neues. Die Bindung an den Boden war Ursache und Kraftquelle der handwerklichen Tradition. So auch in den Kulturlandschaften, die aus ihrer Tradition einen prägenden Stil entwickelten. Die Keramik aber als eigenes, in sich ruhendes, über die Zeiten reichendes Kultursystem zu betrachten, würde ihr nicht gerecht werden. Denn sie war stets den geistigen, künstlerischen und technischen Strömungen der Zeit ausgesetzt. Diesen Einflüssen nachzugehen und die technischen Rätsel entdecken, verleiht der Kulturgeschichte ihren besonderen Reiz. In der Gegenwart haben sich die Zeitumstände drastisch verändernd auf die evolutionäre Entwicklung der Kulturgüter ausgewirkt. Die Industrie, die alles ökonomischer herstellt und gegen deren Vormacht sich das Handwerk seit dem 19. Jahrhundert nur durch Exklusivität behaupten konnte, der Keramikbedarfshandel, der alles aus fernsten Weltgegenden heranschafft, während man früher auf die natürlichen Quellen seiner Region angewiesen war – sie alle haben dazu beigetragen, dass aus dem naturverbundenen Töpfer immer mehr ein Keramiker geworden ist, der die Qualität seiner Arbeit nicht mehr wie ein Töpfer nach dem Können bewertet, sondern wie ein Künstler nach der Aussage. Das schließt nicht aus, dass es immer Menschen geben wird auf der Suche nach verschütteten Methoden, die sie in der Geschichte finden. Und ebenso Menschen, die nach Selbstverwirklichung streben und sie im Ton finden, well sie über die Hände auf die Natur kommen. Kultur ist von vornherein als Vielfalt angelegt, aber sie ist mit der sie tragenden Geistesverfassung und ihren Werteinstellungen an die Landschaft, ihren Naturraum, gebunden. Mit dem zunehmenden Freiheitsdrang musste es dazu kommen, dass diese Raumbegrenzung gesprengt wurde, genauso, wie sich die Lebensformen globalisierten. Aber mit der Freiheit nimmt auch die Differenzierung zu. Nunmehr, da die Werke der Keramik sinn- und geisterfüllte Schöpfungen geworden sind, ist Ihr oberstes Anliegen die Subjektivität.

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Gewicht

0.95 kg