Neue Keramik 5/2016 - Inhalt

DIE NEWS

PORTRAITS
Maria ten Kortenaar    Niederlande
Christa Koslitz    Deutschland
Fritz Radlwimmer    Österreich
Kirsten Diez-Reinbeck    Deutschland
John Higgins    Großbritannien
Cormac Boydell    Irland
Brigitte Pénicaud    Frankreich
Jürgen Riecke    Deutschland

FORUM
Sinn und Zweck – Gustav Weiß

AUSSTELLUNGEN / VERANSTALTUNGEN

Tönerne Schätze der Anden  –  Düsseldorf    Deutschland
Clay Gulgong 2016  –  Gulgong    Australien
Ost-West Keramikausstellung  –  Seoul    Korea
“cats vs dogs”  –  Frechen    Deutschland
Clay Ceramics Museum Denmark – Middelfart    Dänemark
25. Internationale Keramikwoche – Hüfingen     Deutschland
Keramische Kostbarkeiten rund um den Tee  – Johannesberg    Deutschland

KERAMIK & REISEN
Ursprüngliche Keramik auf den Kanaren – Klaus Dittrich    Spanien

WISSEN & KÖNNEN
Tatara Workshop  –  Petra Lindenbauer

KÜNSTLER-JOURNAL
Cheryl Ann Thomas / Tomoko Konno – Shao Ting-Ju

WERKSTATTGESPRÄCHE
Antonella Cimatti  –  Evelyne Schoenmann

TERMINE / Ausstellungen / Galerien / Museen
Ausstellungskalender    International

KURSE / SEMINARE / MÄRKTE

ANZEIGEN

VORSCHAU / IMPRESSUM

Neue Keramik 5/2016

Klicken Sie auf die Rubrikensymbole für weitere Informationen

  • PORTRAITS

    Maria ten Kortenaar – NL, Christa Koslitz – D, Fritz Radlwimmer – A, Kirsten Diez-Reinbeck – D, John Higgins – GB, Cormac Boydell – Irl, Brigitte Pénicaud – Fr, Jürgen Riecke – D

    Mehr lesen

    16-5-boydell-1

  • FORUM

    Im FORUM betrachtet Gustav Weiß Sinn und Zweck in der Kunst

    Mehr lesen

    SAMSUNG DIGITAL CAMERA

  • AUSSTELLUNGEN

    Tönerne Schätze der Anden  –  Düsseldorf D, Clay Gulgong 2016  –  Gulgong Au, Ost-West Keramikausstellung  –  Seoul    Korea, “cats vs dogs”  –  Frechen D, Clay Ceramics Museum Denmark – Middelfart Dk, 25. Internationale Keramikwoche – Hüfingen D, Keramische Kostbarkeiten rund um den Tee  – Johannesberg D

    Mehr lesen

    16-5-anden-1

  • KÜNSTLERJOURNAL

    Ting-Ju Shao stellt Cheryl Ann Thomas aus den USA und Tomoko Konno aus Japan vor.

    Mehr lesen

    16-5-journal-1

  • WERKSTATTGESPRÄCHE

    Evelyne Schoenmann besucht Antonella Cimatti im Atelier.

    Mehr lesen

    16-5-cimatti-1

  • TERMINE

    Termine und Ausstellungen von Amsterdam bis Winzer

    16-4-termine

Leseproben

Portrait Maria ten Kortenaar (NL), Portrait Fritz Radlwimmer (A), Portrait John Higgins (GB), Portrait Cormac Boydell (Irl) Forum: Sinn und Zweck, Ausstellungen: Anden (D), Clay Gulong (Au), cats vs. dogs (D) Künstlerjournal: Cheryl Ann Thomas (USA) und Tomiko Konno (Jp) und Werkstattgespräch mit Antonella Cimatti

Portrait Maria ten Kortenaar (NL)

„Es gibt keine zweite Chance, es muss auf Anhieb stimmen“

In  der Nähe des belebten Zentrums von Amsterdam hängt in einer typischen Amsterdamer Straße ein Schild, auf dem in zierlichen Buchstaben “Maria ten Kortenaar Porselein” steht und das dem aufmerksamen Passanten nicht entgeht. Eine steile Treppe führt in ihr Atelier hinunter. Dieser Raum hat die Ausstrahlung einer warmen Oase der Ruhe. Der staubige Geruch verrät, dass hier eine Keramikerin arbeitet. Auf beiden Seiten stehen Vitrinen, die mit farbigen, fast poetischen Töpfen gefüllt sind. In den benachbarten Schränken sind Schälchen mit Farbstoffen und Packungen Ton fein säuberlich aufgestellt. So sieht der Heimathafen der Künstlerin Maria ten Kortenaar aus, die mit ihrem Porzellan die ganze Welt bereist.

(Marjolein Blaauwbroek)

Maria ten Kortenaar

Schnell und einfach bestellen 02426-94 80 68 oder  bestellungen@neue-keramik.de

Portrait Fritz Radlwimmer (A)

Reliefs als irdene Metaphern

Wer einmal längere Zeit am Stück gewandert ist, weiß, wie erstaunlich weit man kommen kann, wenn man geht. Sich Etappenziele steckt und einfach geht, immer weiter geht. Manches liegt am Weg, was man brauchen kann. Manchmal kommt man ab, geht ermüdende Umwege, verliert sein Ziel aus den Augen. In der Rückschau ist man erstaunt, welch weite Strecke man im kontinuierlichen Gehen zurückgelegt hat. Die Zeitspanne und die Wegspanne sind ein erbauliches Verhältnis eingegangen. Auch man selbst und der Weg sind in Beziehung geraten. Der Weg hat sich zu einem Impuls verwandelt, der neue Energie freisetzt.
Fritz Radlwimmer hat Ähnliches vollzogen und erfahren in seiner bisherigen Laufbahn als Künstler.

(Gabriele Blachnik)

Fritz Radlwimmer

Portrait John Higgins (GB)

Auf der Suche nach dem Ende des Regenbogens

Ich fand es aufregend, John Higgins bei seiner Demonstration beim letztjährigen Internationalen Keramik-Festival in Aberystwyth zuzuschauen und war gefesselt von seiner physischen Energie und seinem psychologischen Fokus mit denen er das Publikum gebannt hielt. Die letzten Zeilen des Gedichts, aus dieser Erfahrung geschrieben, bilden die Grundlage für diesen Artikel über seine Arbeiten.
Als ein Kind der 50er Jahre, geboren und aufgewachsen in “The Potteries”, dem historischen Herz der englischen Keramikindustrie, bezeichnet sich John immer als Töpfer. Als ich ihn vor Jahren kennen lernte baute er seine Arbeiten zumeist aus Platten auf. Die Oberflächen zeigten eine sich ständig verändernde und etwas unruhige Beschäftigung mit Farbe.

(Deborah de Beer)

John Higgins

Portrait Cormac Boydell (Irl)

Illustriertes Irischsein

2016 ist das hundertjährige Jubiläum des Osteraufstands, der Rebellion, die den Weg zum Unabhängigkeitskrieg Irlands, 1919-21, von Großbritannien bahnte und nebenbei bemerkt, das Jahr meines 70. Geburtstags. Seit meiner Geburt lebe ich in Irland, abgesehen von vier Jahren im australischen “Outback” und sechs Monate in der libyschen Wüste. Die Intensität dieser irischen Erfahrung hat mich dazu inspiriert, unaufhörlich meine Beziehung zu diesem Land zu erforschen, um genau zu prüfen, was Irischsein heißen könnte und um meine Arbeiten hierzu in Bezug zu setzen, die dennoch über die Grenzen der Nationalität hinaus bestehen müssen.

(Cormac Boydell)

Cormac Boydell

Forum: Sinn und Zweck

In keinem anderen Bereich von Kunst und Gestaltung wird der Mensch über seine pure Tätigkeit hinaus zur Vertiefung seines Selbstverständnisses geführt, wie in der Keramik. Fortschreitend weicht das Glücksgefühl des kreativen Einfalls den Fragen nach Sinn und Zweck.

Wenn ein Werk einen Zweck erfüllen soll, sagen wir, es habe einen Sinn. Als erstes denken wir, dass unser Leben sinnvoll ist, wenn es zu unserem privaten Glück führt. Die Bedeutung dieser Absicht meldet sich bei jeder Entscheidung und bei jedem Erlebnis zu Wort. Anders die Bedeutung für das Ganze.

(Gustav Weiß)

Forum Sinn und Zweck

Tönerne Schätze der Anden

Aus Beständen des Hauses, mit einer hervorragenden Sammlung präkolumbischer Keramik aus Südamerika und mit Leihgaben aus zwei Privatsammlungen und der Bonner Universität erarbeitete die Kuratorin Miriam Schaum eine Ausstellung, die seit 1992 erstmals wieder einen Blick auf die „Tönernen Schätze der Anden“ wirft.
Die Ausstellung gliedert sich in zwei Teile, das sind zwei Räume. Im ersten Raum werden Kultobjekte ebenso gezeigt wie Gegenstände des täglichen Lebens. Der zweite Raum stellt die einzelnen Kulturen vor.

(Antje Soléau)

Tönerne Schätze der Anden

Clay Gulgong 2016

Eine Reise aus der Vergangenhiet in die Zukunft

1870 entdeckte man auf Red  Hill in Gulgong, NSW, Australien, Gold und plötzlich verwandelte sich dieses Dorf zum Zentrum des Universums mit einem Zuwachs von 20.000 Menschen. Der berühmte australische Poet Henry Lawson (1867–1922) hat in seinen Werken die Geschichte dieser Stadt verewigt. Deshalb wurde er auf dem australischen 10-Dollarschein mit Gulgongs historischen Gebäden im Hintergrund dargestellt und geehrt.
Als Clay Gulgong am Sonntag, den 17. April 2016, 500 Meister und Keramiker aus aller Welt willkommen hieß, stand es wieder einmal im Mittelpunkt des Universums, nur ging es diesmal nicht um Gold, sondern um Ton.

(Michaela Kloeckner)

Clay Gulgong 2016

cats vs. dogs im Keramion Frechen

Das im Februar abgehaltene „Internet Cat Video Festival“ im NRW Forum Düsseldorf erhielt eine so große Resonanz, dass Besucher zum Teil stundenlang erfolglos angestanden haben. Solche von Amateuren produzierten, katzenfixierten Internetinhalte sieht Veranstalter Alain Bieber als unsere aktuelle Popkultur an. Er untersucht, wie diese “vulgäre Avantgarde” künstlerische und politische Bewegungen inspiriert und dadurch die Hochkultur prägt. Wirkt sich Cat Content aber nur auf zeitgenössische Kunst aus oder verändert sich dadurch unser Blick auch in Bezug auf Kunstwerke der vor-digitalen Ära?
Wie schlägt sich die historisch wachsende Begeisterung für Katzen in der Kunst nieder und in welchem Verhältnis steht das Bild der Katze zum Gegenspieler Hund? Das KERAMION in Frechen widmet vom 25. September 2016 an die Ausstellung “cats vs dogs” ganz der Faszination der Keramikkünstler für des Menschen liebste Haustiere.

(Olga Moldaver)

cats vs. dogs

Künstlerjournal: Cheryl Ann Thomas und Tomoko Konno

Cheryl Ann Thomas: Wie ein transparentes Papier mit sichtbaren Fasern, oder eine komplizierte Leinentapisserie zeigen die Arbeiten von Cheryl Ann Thomas auf raffinierte Weise die Eigenschaften des Tons. Durch die aufbauende Wulsttechnik schafft sie eine spezielle Textur und Haptik und durch eine zweite oder mehrere übereinandergelegte Schichten entstehen elegante und einzigartig geformte dünnwandige Arbeiten, wobei das Ergebnis stark von der Temperatur und der Konstruktion der Plastiken und den daraus resultierenden Verformungen abhängig ist.

Tomoko Konno: Konno benutzt die „Nerikomi-Technik“, im Westen als Laminierung bezeichet. Damit ist das Laminieren oder Zusammenfügen von Tonen mit zwei oder mehreren Farben gemeint, die zerschnitten, neu zusammengefügt oder -gepresst werden, um dadurch anschließend diverse dekorative Muster auf der Oberflächen zu ergeben. Inspiriert von Pflanzen und Blumen sprudeln ihre Arbeiten vor Lebensfreude über und der Betrachter kann den Duft des erwachenden Frühlings oder des gereiften Sommers erahnen. Bei jeder Arbeit eröffnet sich eine neue fantastische Welt der Sinneseindrücke.

(Ting-Ju SHAO)

Cheryl Ann Thomas

Tomoko Konno

Werkstattgespräch mit Antonella Cimatti

Antonella’s damenhaftes Wesen überträgt sich auf Ihre “Crespine”. Die Werke sind leicht, scheinen zu schweben, erinnern an Spitzentüchlein. Sie erzählt uns hier, wie sie einen Weg fand, diese Leichtigkeit zu erschaffen.

(Evelyne Schoenmann)

Antonella Cimatti

Hier bestellen Sie Ihr Einzelheft

Jedes Einzelheft kostet 10 € inkl. 7% MwSt (D),  11 € (EU), 15 sFr (CH). Die Kosten enthalten die Versandgebühr

 

Bitte wählen Sie das gewünschte Heft (Einzelpreis 10 Eur zzgl. Porto (D), 11 € (EU), 15 sFr (CH)