Neue Keramik 4/2018 - Inhalt

DIE NEWS

PORTRAITS

Nichola Theakston – Großbritannien
Sarah Pschorn – Deutschland
Nine Milacic Kijlstra – Niederlande
Ariane Coissieux – Frankreich
Beate Pfefferkorn – Deutschland
Woo Kwan Ho – Korea
Andrea Sign – Österreich
Frank Steigert – Belgien

KALEIDOSKOP
Auf den ersten Blick – Monika Gass – Junge Talente

FORUM  / PÄDADOGIK
Der kreative Zufall – Gustav Weiß – Kunstbetrachtung

AUSSTELLUNGEN / VERANSTALTUNGEN

World of Colour – Asiago Italien
Museum Schloss Fürstenberg – Fürstenberg Deutschland
Taiwan Ceramic Biennale 2018 –  Yingge Taiwan
Ceramic Art – London Großbritannien
Macsabal Wood Firing Symposium – Ankara Türkei
Collect – London Großbritannien
Beate Thiesmeyer im IEAC – Guebwiller Frankreich
Internationales Keramiksymposium – Gavrilov Yam Russland
Stanze al Genio – Mayolika in Palermo Italien

KÜNSTLER-JOURNAL

Irina S. Zaytceva + Tetsuya Ishiyama – Ting-Ju Shao – Russland – USA – Japan

WERKSTATTGESPRÄCHE

Beatrijs van Rheeden – Evelyne Schoenmann – Interview / Technik

TERMINE / Ausstellungen / Galerien / Museen
Ausstellungskalender    International

KURSE / SEMINARE / MÄRKTE
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Neue Keramik 4/2018

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  • PORTRAITS

    Nichola Theakston – GB, Sarah Pschorn – D, Nine Milacic Kijlstra – NL, Ariane Coissieux – F, Beate Pfefferkorn – D, Woo Kwan Ho – ROK, Andrea Sign – A, Frank Steyaert – B

     

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  • FORUM

    Der kreative Zufall – Gustav Weiß – Kunstbetrachtung

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  • AUSSTELLUNGEN

    World of Colour – Asiago Italien, Museum Schloss Fürstenberg – Fürstenberg Deutschland, Taiwan Ceramic Biennale 2018 –  Dinge Taiwan, Ceramic Art – London Großbritannien, Macsabal Wood Firing Symposium – Ankara Türkei, Collect – London Großbritannien, Beate Thiesmeyer im IEAC – Guebwiller Frankreich, Internationales Keramiksymposium – Gavrilov Yam Russland
    Stanze al Genio – Mayolika in Palermo Italien

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  • KÜNSTLERJOURNAL

    Irina S. Zaytceva – Russland – USA,  Tetsuya Ishiyama – Japan

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  • WERKSTATTGESPRÄCHE

    Evelyne Schoenmann besucht Beatrijs van Rheeden im Atelier.

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  • TERMINE

    Termine und Ausstellungen von Amsterdam bis Winzer

    16-4-termine

Leseproben

Portraits: Nichola Theakston – GB, Sarah Pschorn – D, Beate Pfefferkorn – D, Frank Steigert – B Forum:Der kreative Zufall – Gustav Weiß – Kunstbetrachtung Ausstellungen / Veranstaltungen: Ceramic Art – London – GB, Collect – London – GB, Beate Thiesmeyer im IEAC – Guebwiller – Frankreich Künstler-Journal: Irina S. Zaytceva – USA/ RUS, Tetsuya Ishiyama – J Werkstattgespräche: Beatrijs van Reeden – Evelyne Schneemann

Nichola Theakston (GB)

Schon sehr früh in meiner keramischen Tätigkeit habe ich mich immer bemüht, meine Arbeiten durch aussagestarke Bildern zu dokumentieren, ganz nach der Devise “ein Bild sagt mehr als tausend Worte”. Ein gutes Foto wird immer wieder von Veranstaltern und Galeristen für Festivals und Ausstellungen gesucht und ich hatte das Glück, dass über die Jahre einige meiner Bilder für solche Zwecke ausgewählt wurden. Ein gutes Bild ist für Sammler und Enthusiasten attraktiv, so dass die Vorteile für alle Beteiligten nicht überbewertet werden können.
Eine Werbekampagne, die meine Aufmerksamkeit auf sich zog, die der Ceramic Art London 2017, enthielt tatsächlich eine kraftvolle und fesselnde Fotoserie. Diese hatte die wesentlichen Eigenschaften, die den Prestigecharakter der Show ausmachten. Die Bilder stellten das Werk von Nichola Theakston dar, einer Künstlerin, die sich, wenn man sie fragt, als Bildhauerin bezeichnen würde und zufällig Ton als ihr Medium auswählte. Auf der Titelseite des Katalogs für die Show war der Kopf eines großen Silberrückengorillas in besinnlicher Stimmung abgebildet. Er nahm auch die Hauptposition auf der CAL Website ein.

(Eddie Curtis)

Nichola Theakston

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Sarah Pschorn (D)

Baby Mainstream traf die Künstlerin Sarah Pschorn in Leipzig, wo sie momentan lebt und arbeitet. Sie sprach mit ihr über ihre Arbeit, über moderne Technik und Barock.

Baby Mainstream: Ihre Arbeiten wirken ja wie Stilcollagen, sehe ich das richtig?
Sarah Pschorn: Ja. In meinen Arbeiten verknüpfen sich verschiedene Epochen und Stile, aktuell vor allem Pop mit Barockem. Daraus entsteht oft eine bizarre Mischung.
Baby Mainstream: Sie interessieren sich ja sehr für vergangene Epochen und die kunsthandwerklichen Erzeugnisse dieser Zeiten – was fasziniert Sie daran?
Sarah Pschorn: Ich denke, dass man von der Vergangenheit sehr viel lernen kann. Mein besonderes Interesse gilt dem Barock. Meine keramischen Arbeiten der letzten Jahre sind aus einer Auseinandersetzung mit dem frühen Meißener Porzellan entstanden, welches ja zu dieser Zeit als Europas erstes Porzellan entdeckt wurde. Mein Blick für den Barock ist bewundernd und von einer liebevollen Ironie geprägt.

(Baby Mainstream* interviewt Sarah Pschorn)

Sarah Pschorn

Beate Pfefferkorn (D)

Vor Kurzem ist Beate Pfefferkorn aus Fuping zurück gekommen. 2016 hatte sie den 3. Preis beim Emerging Artist Award des International Ceramic Art Museums gewonnen, zu dessen Preisverleihung sie nach China eingeladen war. Den mit dem Preis verbundenen, vierwöchigen Arbeitsaufenthalt als Artist in Residence in Fuping trat sie im Oktober 2017 an. Beate Pfefferkorn hat sich immer gerne der Öffentlichkeit gestellt. Beim Perron Kunstpreis sowie dem Frechener, Westerwälder und Diessener Keramikpreis wurde sie zugelassen. 2013 erhielt sie ihre erste wichtige Auszeichnung, den 2. Preis beim Hessischen Staatspreis für das deutsche Kunsthandwerk. Dann öffnete sich der internationale Markt für sie. Ihre großen Colliers wurden auf den Laufstegen des Museums of Art and Design in New York/ USA und des Musée des Beaux-Arts in Montréal/ Kanada vorgeführt. 2016 wurde das grüne Spitzencollier „Green Fleece” für den Martinsons Award in Lettland ausgewählt und 2017 war sie in Südkorea bei der 10. Cheongju International Craft Biennale dabei. Fuping aber war ein wichtiges Ereignis im Arbeitsalltag.
Schon früh wusste Beate Pfefferkorn, dass sie an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule in Halle/Saale im Fach Keramik studieren wollte. Sie begann 2002 mit dem Studiengang Plastik. Antje Scharfe, Karl Fulle und Martin Neubert wurden ihre Lehrer. Ihre Vorliebe für kleine Formate führte sie gleichzeitig in die benachbarte Schmuckklasse. Zum Diplom 2010 schuf Pfefferkorn ihre ersten Schmuckarbeiten.

(Maria Schüly)

Beate Pfefferkorn

Frank Steyaert (B)

Frank Steyaerts Arbeit entspricht keinem Trend. Für ihn geht es nur um die Freude am Schaffen. Er hat eine unglaubliche Liebe zum Detail.
Frank Steyaert gehört zu den auffälligsten Persönlichkeiten der internationalen Keramikkunstszene. Er kann auf eine lange, kontinuierliche Karriere zurückblicken, in der er viele verschiedene Objekte von einheitlicher Qualität geschaffen hat. Eine Retrospektive, die kürzlich im Centre Keramis in La Louvière, Belgien, gezeigt wurde, beleuchtete nicht nur die Wege von Steyaerts Karriere – seine Keramik -, sondern auch die Nebenwege wie Arbeiten auf Papier, Schmuck, Möbeldesign und architektonische Arbeiten.
Es ist nicht leicht, den genauen Beginn seiner Karriere zu bestimmen. Steyaert kam schon sehr jung mit Keramik in Berührung und arbeitet seither kontinuierlich mit dem Material. Schon als Kind stellte er Dinge aus unterschiedlichen Materialien her. Mit Ton kam er duch Zufall in Kontakt. Franks Vater war Baumaterialhändler und als eines Tages eine neue Lieferung von Ziegeln angekommen war, entdeckten sie einen ungebrannten Ziegel. Zuerst wurde er achtlos weggeworfen. Wenig später aber kam er auf die Idee ihn in Wasser zu legen und zu einer Kugel aus Ton zu formen. Das wurde Franks Lieblingsspielzeug. Nachlieferungen von Ziegeln aus der Ziegelei enthielten wieder ungebrannte Ziegel. So schuf er zahllose verspielte Figuren und eine “große Arche Noah” die jedes Tier enthielt, das Frank sich ausdenken konnte. Er war nicht aufzuhalten. Die Dachböden seines Elternhauses sind immer noch mit Beweisen dieser ungezügelten kindlichen Phantasie gefüllt. Ton war und ist sein Lieblingsmaterial.

(Yna van der Meulen)

Frank Steyaert

Forum: Der Kreative Zufall

Wie muss man sich´s vorstellen, dass es zu einer Vorstellung kommt, zu einer Idee, die man gestalten will? Was alles verdichtet sich zu einem Bild? Was ist davon von der Umwelt inspiriertes Denken und was Veranlagung?
Egal, ob die darstellende Gestaltung als Handwerk oder als Kunst bezeichnet wird, sie wird durch Inspirationen zu Neuem angeregt.
Früher war die Inspiration eine göttliche Eingabe, und noch immer wird man von einer Muse geküsst. 1926 schrieb Einstein an Max Born: “Die Theorie liefert viel, aber dem Geheimnis des Alten bringt sie uns kaum näher”. Goethes ewige ehernen Gesetze führten zu der Behauptung Einsteins, dass Gott nicht würfelt. Forschungen führten zu der Überraschung, dass die großen Gesetze im Kleinsten nicht gelten.
Klaus Mainzer hat ein Buch geschrieben: “Der kreative Zufall. Wie das Neue in die Welt kommt” (Verlag C.H.Beck). Darin geht es um den objektiven Zufall in Physik, Chemie, Informatik und in der Evolutionstheorie. Bei uns geht es um einen anderen Zufall. Und das Neue, das in die Welt kommt, ist ein anderes.

(Gustav Weiß)

Kreativer Zufall, Glasurmalerei, 2017, 66 x 66 cm

Ceramic Art London 2018

Etwas früher als sonst, vom 16. bis 18. März 2018, lief wieder Ceramic Art London, international eine der wichtigsten Messen für den Direktverkauf von Keramik auf hohem Niveau. Bereits zum dritten Mal fand diese Messe im mittlerweile als Veranstaltungsort etablierten Central St. Martins statt, dem Londoner Art College bei Kings Cross, das als letztes College in London noch einen BA und MA Keramikkurs anbietet. Zugleich war es auch der 15. Jahrestag der Messe, die 2003 von der Britischen Craft Potters Association ins Leben gerufen wurde. Wie jedes Jahr gab es auch diesmal wieder mehrfach Aussteller, insgesamt ein stolzes Viertel, die eine mitunter weite Anreise auf sich nehmen, um bei diesem im internationalen Keramikkalender wichtigen Ereignis dabei zu sein. Süd-Korea war besonders stark vertreten. Erstaussteller Sunjoo Oh, Jaejun Lee, Hyu Jin Jo, In Ho Song, Sewon Minn zeigten hauptsächlich schöne Gefäßkeramik und Objekte. Wiederkehrende und neue Aussteller kamen jedoch auch aus Deutschland: Joachim Lambrecht, Christiane Wilhelm, Ross de Wayne, Monika Debus, Barbara Hast, Kiho Kang; Frankreich: Francoise Dufayard; Brasilien: Annelise Bredow; Irland: Graine Watts, Adam Frew, Isobel Egan; Niederlande: Marike Jacobs; Südafrika: Clementina van der Walt; Portugal: Guilherme Ferias und aus Spanien: Roger Coll.

(Regina Heinz)

Charlotte Pack

COLLECT 2018

Für Collect, die alljährlich stattfindende Kunstmesse für zeitgenössische Objekte öffnete dieses Jahr im Februar  erneut die Saatchy Gallery in London ihre Tore. Vierzig namhafte Galerien präsentierten Arbeiten aus Glas, Metall, Keramik, Textil und Holz von über 400 Künstlern aus 13 Ländern und füllten alle 3 Etagen des mächtigen Gebäudes. Ich möchte mich hier auf die keramischen Arbeiten beschränken, die mich besonders angesprochen haben.
Erstmals bei Collect wurde den Masters of British Studio Pottery eine große Schau gewidmet. Bedeutende Stücke des 20. und 21. Jhdts aus drei Galerien, der Crafts Council und Fitzwilliam Sammlung waren zusammen ausgestellt. Natürlich durfte ein monumentalen Gefäß von Julian Stair nicht fehlen.
Zusammen mit Edmund de Waal war er bereits 2004, dem Gründungsjahr von Collect unter den Ausstellenden. Oxford Ceramics Gallery präsentierte auch kleinformatige Gefäße von Stair, zusammen mit Metallobjekten von Simone ten Hompel. Die Galerie zeigte unter dem Motto „working with…“ Arbeiten von Künstlern, deren Werke in bestimmten Kollaborationen entstanden sind.

(Petra Lindenbauer)

Alison Gautrey, Porzellan, „Cosmos“

IEAC - Ausstellung Beate Thiesmeyer ``Personnages``

Die Liebe zur Keramik entdeckte Guebwiller mit ihrem berühmten Sohn Théodore Deck, der 1823 in der kleinen Stadt im Elsass geboren wurde.
Er war einer der bekanntesten französischen Keramiker des Art Déco, seine Fayencen mit einer für ihn typischen türkisblauen Glasur erlangten Weltruhm. Ihm wurde im Stadtzentrum von Guebwiller ein Museum gewidmet. In der keramischen Welt Frankreichs ist Guebwiller allerdings seit einiger Zeit zum Synonym für ein erfolgreiches Ausbildungskonzept für Keramiker geworden.
2004 als Verein gegründet, ist das IEAC (Europäisches Institut für Keramische Kunst) mit neuen Ideen angetreten. In einem Jahr intensiven Lernens werden 8-10 Schüler so ausgebildet, dass sie sich als professionelle Kunsthandwerker am Markt behaupten können.

Beate Thiesmeyer

Künstlerjournal: Irina S. Zaytceva und Tetsuya Ishiyama

Irina S. Zaytceva   (Russland/USA)
Irina S. Zaytceva wurde 1957 in Russland geboren. 1990 wanderte sie in die USA aus.Zaytceva ist eine Meisterin des Zeichnens und hat einen F.A. in Buchillustration. Sie ist in der Lage detailierte Geschichtsszenen auf Porzellan zu malen. Ihre Tassen, Gefäße oder Figuren mit subtilen Kompositionen stellen Menschen dar oder inszenieren den Reichtum und die Pracht der Natur.

Tetsuya Ishiyama   (Japan)
Ishiyama ist ein autodidaktischer Künstler, er beherrscht aber alle professionellen Techniken, um auch großformatige Arbeiten zu schaffen. Er hat die Fähigkeit, das Ganze zu harmonisieren und die Details zu organisieren. Ishiyama ist mit handwerklich begabten Händen geboren, die in der Lage sind, den einzigartigen Charakter und die Schönheit großer plastischer Werke aber auch die von Gefäßen wie Teeschalen zur Darstellung zu bringen.

(Ting-Ju SHAO)

Irina S. Zaytceva

Tetsuya Ishiyama

Werkstattgespräch mit Beatrijs van Rheeden

Beatrijs, Du hast den letztjährigen Neue Keramik Preis bei den Keramiktagen in Oldenburg gewonnen. Nochmals herzliche Gratulation. Was bedeutet dieser Erfolg für Dich?

Der Preis bedeutet viel für mich. Es ist eine Anerkennung von Keramikliebhabern und Kollegen, die zeigt, dass sie meine Werke schätzen. Die Einleitung von Martin McWilliams war eine Anerkennung in sich selbst und es freut mich auch sehr, dass abstrakte Formen noch immer einen Platz in der Keramik haben.
Und dann ist die Einladung zur Ausstellung im Landesmuseum eine wirkliche Herausforderung an den Künstler. So ein besonderer Raum fordert mich.

(Evelyne Schoenmann)

Beatrijs van Rheeden

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