Neue Keramik 4/2016 - Inhalt

DIE NEWS

PORTRAITS
Antje Scharfe    Deutschland
Peter Olson     USA
Jane Perryman    Großbritannien
Raymond Church    Großbritannien
Toni Cumella    Spanien
Tony Laverick    Großbritannien
Ingrid Ripke-Bolinius    Deutschland
Tip Toland    USA

FORUM
Japan: Glauben und Keramik    –  Gustav Weiß

AUSSTELLUNGEN / VERANSTALTUNGEN

Keramiktage –  Oldenburg    Deutschland
Rosenthal und zeitgenössische Keramik  –  Yingge    Taiwan
Anderson Ranch Arts Center  –  Aspen    USA
Ceramic Art London  –  London    Großbritannien
Der Hayner Töpfermarkt  –  Dreieichenhain     Deutschland
Gustav Weiß im Schloß Doberlug  – Doberlug / Kirchhain    Deutschland
Deutsche Keramik in Slowenien und Kroatien    Slowenien / Kroatien
Peter Callas + Marc Leuthold – Galerie Heller  –  Heidelberg    Deutschland
NCECA  –  Kansas City    USA

WISSEN & KÖNNEN
Kristallglasuren  –  Peter Wollwage

KÜNSTLER-JOURNAL
Ryan LaBar (USA) / Kayoko Hoshino (Jp) –  Shao Ting-Ju

WERKSTATTGESPRÄCHE
mit Gry Ringset  –  Evelyne Schoenmann

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Neue Keramik 4/2016

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  • PORTRAITS

    Antje Scharfe – D, Peter Olson – USA, Jane Perryman – GB, Raymond Church   – GB, Toni Cumella – Es, Tony Laverick – GB, Ingrid Ripke-Bolinius – D, Tip Toland    USA

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  • FORUM

    Im FORUM betrachtet Gustav Weiß Glaube und Keramik in Japan

  • AUSSTELLUNGEN

    Keramiktage Oldenburg, D – Rosenthal und zeitgenössische Keramik, Yingge, Tw
    – Anderson Ranch Arts Center, Aspen, USA – Ceramic Art London, London GB –
    Hayner Töpfermarkt, D – Schloß Doberlug, Kirchhain, D – Deutsche Keramik in Slowenien und Kroatien – Peter Callas + Marc Leuthold – Galerie Heller, Heidelberg, D – NCECA, Kansas City, USA

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  • KÜNSTLERJOURNAL

    Ting-Ju Shao stellt Ryan LaBar aus den USA und Kayoko Hoshino aus Japan vor.

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  • WERKSTATTGESPRÄCHE

    Evelyne Schoenmann besucht Gry Ringset im Atelier.

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  • TERMINE

    Termine und Ausstellungen von Amsterdam bis Winzer

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Leseproben

Portrait Antje Scharfe (D), Portrait Jane Perryman (GB), Portrait Ingrid Ripke-Bolinius (D), Portrait Tip Toland (USA). Keramiktage Oldenburg (D), Ceramic Art London (GB), NCECA, Kansas City (USA), Künstlerjournal: Ryan le Bar und Werkstattgespräch mit Gry Ringset

Portrait Antje Scharfe (D)

In den letzten vier Jahrzehnten hat Antje Scharfe energisch an der ästhetischen Ab-strahierung der Gefäßform gearbeitet. Dieser Weg begann mit dem Interesse an der Oberfläche funktionaler oder semi-funktionaler Ware, wobei sie die Formen immer mehr verflachte, aber noch eine schmale Öffnung erlaubte. Hierfür schuf sie den Begriff der “Kultvase”. Weiter führte der Weg zu Stilleben von Trompe l’oeil-Flaschen und letztlich zu gegossenen flachen Silhuetten von Gefäßformen aus durchscheinendem Porzellanschlicker, die sie auch in Blöcke aus Paraffin einbettete.
Parallel hierzu verwendete sie im Laufe der Jahre rechteckige Pflastersteine, die sie mit Fundstücken kombinierte, immer um damit die Illusion von Teekannen, Vasen und anderen Gefäßen entstehen zu lassen. Zudem benutzte sie in diesen Stilleben Glas, Metall und andere Gegenstände. Kleinere Gruppierungen baute sie innerhalb von Ofenkacheln auf, dreidimensionale Kacheln aus demontierten Kachelöfen. Diese Elemente verbindet sie häufig in größeren Installationen. Sie benennt diesen Prozess eine “Verschiebung der Nützlichkeit eines Gefäßes von der Hand zu Herz und Hirn”.
Man fragt sich, warum diese Konzentration auf das Gefäß? Warum ist das so wichtig für Scharfe, obwohl ihr Interesse doch weit von der Funktionalität entfernt ist? Darauf antwortet sie: “Ich bin Keramikerin und für mich ist das Gefäß das zentrale Thema der Keramik. Bei meiner Arbeit geht es um die Keramik und daher nimmt die Gefäßform für mich eine zentrale Stellung ein”. Aber sie sagt auch etwas unkonventionell: “ich mache Fakes” und scherzt dabei in Bezug auf ihre weitgehend nicht-funktionalen Stücke.

(James Clark)

Antje Scharfe

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Portrait Jane Perryman (GB)

In Vorbereitung auf ihre nächste Ausstellung in Gotland, Schweden, lud mich Jane Perryman ein, um mir die Variationen ihrer Schalen zu zeigen, die ein Teil der Installation “Containing Time” sein würden. Zweiundfünfzig Schalen verschiedener Größe, klar weiß, cremfarben und schwarz lagen kommunizierend auf dem sonnendurchfluteten Boden ihres Joga-Studios, der Platz, an dem ihre Arbeit und die Praxis ihres Iyengar Yogas zusammen kommen.

“Das Sanskrit-Wort für Yoga bedeutet die “Einheit von Körper und Geist”, das, übersetzt ins Keramische könnte heißen, die Balance oder die Einheit zwischen Form und Oberfläche, zwischen innen und außen”. Jane Perryman ‘Naked Clay’ 2004
Die Schalen-Variationen, die in den letzten zwei Jahren entstanden sind, stellen einen Neu-Start für Perryman dar; einen neuen Weg, um ihre Kenntnisse und ihre Eloquenz aus den letzten zwanzig Jahren durch eine limitierte Palette an Material, Methoden und Formen darzustellen.
Ihre speziellen Arbeitsmethoden entwickelten sich langsam, wobei sie aufwendige Glasier- und Fertigungstechniken ablehnte und sich auf Aufbautechniken und Rauchbrand konzentrierte.
Ihren Ansatz bezeichnet sie als “einfach aber gut entwickelt”.
Ihre ausgeformten und aus Platten gebauten Arbeiten sind bekannt. Oft bestehen sie aus zwei Teilen, ein flaches, leicht gebogenes Objekt, zu dem sie eine runde Schale in Beziehung setzt. Beider Oberflächen sind unglasiert, poliert und vom Rauch gezeichnet.

(Linda Theophilus)

Jane Perryman

Portrait Ingrid Ripke-Bolinius (D)

Still und weiß stehen sie da. Kleine Schalen und Vasenobjekte füllen die Regale in der Worpsweder Werkstatt von Ingrid Ripke-Bolinius. Sie hat sie nach der Arbeit an der Drehscheibe nicht einfach nur hineingestellt, sondern bewusst angeordnet, sodass sie Paare oder kleine Gruppen bilden, deren Ausstrahlung das Innere des Betrachters berühren. Man kann sich dem Anblick kaum entziehen, schaut immer wieder hin und fühlt die Ruhe und Ästhetik der Porzellanarbeiten. In dieser Wirkung liegt das Geheimnis der Keramikerin.
Ihre erste Begegnung mit dem Porzellan hatte Ingrid Ripke-Bolinius als 15jähriges Mädchen. Während ihrer Lehre als Schaufenstergestalterin, war es häufig ihre Aufgabe, Porzellan zu dekorieren. Schon damals faszinierte sie das Material so sehr, dass sie sich Porzellanschälchen kaufte, noch nicht ahnend, dass es die Vorboten ihrer Zukunft waren. Am Beginn ihres kunsthandwerklichen Weges stand die Auseinandersetzung mit dem Ton. Die Erfahrungen, die sie mit diesem Material gewonnen hat, bezeichnet die Keramikerin als schicksalhaft. “Sie haben meine Wahrnehmung sensibilisiert, mich geprägt und mir das Gefühl vermittelt, dass so zu leben, einen Sinn macht.” Auf diese Weise bilden Arbeit und Leben für sie eine Einheit, in der Emotionen und Erfahrungen aus beiden Bereichen hin und her fließen. Die elementare Verbindung mit der täglichen Arbeit ist Ingrid Ripke-Bolinius, die auf einem Bauernhof aufwuchs, vertraut. Hier wie dort sind es existentielle Fragen und Auseinandersetzungen, die eine Rolle spielen und direkt in die Arbeit einfließen.

(Donata Holz)

Ingrid Ripke-Bolinius

Portrait Tip Toland (USA)

Rembrandt, einer der bekannten niederländischen Maler, stellte sich selbst in einer Reihe historischer Gemälde als sorglosen Jüngling, anerkannten Künstler und alten, gesetzten und weisen Mann dar. Selbstportraits haben Tradition. Der Betrachter steht vor Zeitausschnitten eines langsam sich verändernden Gesichts und nimmt Momentaufnahmen des Lebens und der Karriere eines Künstlers war. Franz Xaver Messerschmidt (1736-1783) ist bekannt für eine Serie von Bronzen und Marmorbüsten seines grimmigen Gesichts im Stil der Moderne. Wie der deutsche Schriftsteller Friedrich Nicolai erwähnte, kniff sich Messerschmidt ständig auf der rechten Seite unter die Rippen, um seine Aufmerksamkeit von der Krankheit abzulenken, an der er litt. Dabei studierte er seine Mimik in einem Spiegel. Als Ergebnis entstand diese Reihe von schreiend, laut lachend, scherzend, spitzbübisch oder schmerzhaft sich darstellenden Kopfplastiken.
Viele Portraits stellen reflektierend die Lebensphasen ihrer Schöpfer dar, mal auf dem Gipfel des Erfolgs, mal in einem Tal des Lebens. Diese autobiografischen oder halb autobiographischen Aufzeichnungen sind Ausfluß von alltäglichen, freudigen, geheimnisumwitterten oder schweren Seiten des Lebens.
Die zeitgenössische amerikanische Keramikerin Tip Toland formt ebenfalls die Erfahrungen ihres Lebens in ihre Figuren, die, wie wir, im Fluß der Zeit geboren, sind, heranwachsen, altern und letztlich sterben.
Von der Geburt bis zum Tod führen die Gabelungen des Lebens die Menschen durch Varianten der Trauer, der Freude und Angst. So sind Säuglinge, Kinder, Erwachsene und alte Menschen Objekte für Tip Toland, die sie in einer surrealistischen Art und Weise präsentiert und damit die hellen, dunklen und bitteren Seiten des Menschen für die Betrachter reflektiert.

(Ting Ju Shao)

Tip Toland

Keramiktage Oldenburg

Lut Laleman und Johannes Nagel stellen im Keramikerportrait der Internationalen Keramiktage Oldenburg 2016 ihre höchst unorthodoxen Arbeitstechniken vor
Alljährlich wartet das “Keramikerportrait” im Rahmen der Internationalen Keramiktage Oldenburg mit einem Festmahl für alle an zeitgenössischer Keramik Interessierte, Profis wie Laien, praktisch wie theoretisch mit Keramik-Befasste auf: Jeweils zwei international renommierte Spitzenkeramiker stellen ihre Arbeit in Vortrag und Vorführung ausführlichst im Laufe eines ganzen Tages dar. Das wird auch 2016 am 5. August in den neuen, nun ganz innerstädtischen Räumen der Werkschule – Werkstatt für Kunst und Kulturarbeit nicht anders sein. Mit der Belgierin Lut Laleman (Bild oben) und dem in Halle/Saale arbeitenden Johannes Nagel (Bild rechts) konnten zwei Keramiker gewonnen werden, die in den letzten Jahren international vielbeachtet wurden – nicht zuletzt weil beide für das Material Porzellan neue künstlerische Konzepte entwickelt haben.

(Walter H. Lokau)

Keramiktage Oldenburg

Ceramic Art London

Ceramic Art London wurde 2005 in Zusammenarbeit mit dem Royal College of Art ins Leben gerufen und fand seither regelmäßig im Foyer des modernistischen RCA-Gebäudes am Hyde Park statt. Dieses Jahr bekam die Messe überraschenderweise einen neuen Veranstaltungsort und wurde vom 8. bis 10. April 2016 im Art College Central Saint Martins abgehalten, dem einzigen College in London, in dem noch ein Keramikkurs auf Bachelorniveau angeboten wird.
2011 übersiedelte Central Saint Martins in das sogenannte “Granary Building”, ein denkmalgeschütztes Gebäude in der Nähe des Bahnhofs King’s Cross, das im 19 Jh. als Weizenlager für Londons Bäcker diente. Die preisgekrönte Renovierung, geplant von den Architekten Stanton und Williams, wurde mit einem Budget von £ 200 Millionen Pfund durchgeführt und ist Teil des 2001 begonnenen “King’s Cross Development”, eines der größten und ambitioniertesten Stadterneuerungsprogramme Europas.
Ich war gespannt, ob und wie sich der Ortswechsel in diesen “jungen Teil Londons” auf die Messe-Atmosphäre und Besuchserfahrung auswirken würde. Beim Verlassen der U-Bahn in Kings Cross und am kurzen, durch eine äußerst belebte Fußgängerzone führenden Weg zum Eingang des Granary Gebäudes, fielen zunächst große 3D Wegweiser auf, die auf die Messe hinwiesen und bereits ein modernes “Designer-Image” vermittelten.
Die größte Veränderung bewirkte allerdings das Gebäude selbst, wie beim Betreten der Messe unmittelbar deutlich wurde. Auf innovative und äußerst beeindruckende Weise wurden bei der Renovierung die alten Teile des Gebäudes durch eine Glas überdachte “Straße” verbunden, wodurch ein hoher, licht- und sonnenüberfluteter zentraler Innenraum entstand. In diesem hellen und großzügigen Raum war Ceramic Art London installiert und zeigte sich dem Besucher tatsächlich in “einem neuen Licht”, auch wenn ich beim Besuch wieder viele bekannte Gesichter und Freunde entdecken konnte.

(Regina Heinz

Ceramic Art London

NCECA, Kansas City, USA

Seit Jahren besuche ich die NCECA Konferenz in unterschiedlichen Städten der USA. Inzwischen regelmässig mit meinem Mann Jimmy Clark, der die internationale Keramik Szene sehr gut kennt. Durch ihn sehe ich NCECA ein bisschen mit amerikanischen Augen, aber immer auch als Außenstehende.
Die Konferenz nennt sich national, ist aber so international, dass es gar nicht besser geht. Keramik-Macher und Interessierte aus aller Welt kommen zusammen. In der sogenannten Halle, einem riesigen Saal, in dem jeweiligen Kongress Centrum, wird alles, was das Herz eines Keramikers höher schlagen läßt, feil geboten. Werkzeuge: man kann das Beste aus aller Welt finden – und viele Sachen die man noch nie gesehen hat. Universitäten und Zentren bieten ihre Programme an. Alle wichtigen Keramik Zeitschriften sind in der Halle repräsentiert. Und “man” trifft sich in der Halle!
Jede NCECA Konferenz hat ein phantastisches Angebot an Gruppen- und Einzelausstellungen. Auch hier ist die Vielzahl und Vielfalt fast ein Überangebot und man muss für sich selbst filtern lernen. Shuttelbustouren zu den verschiedenen Ausstellungen sind organisiert und so kann man sich so viele Ausstellungen wie möglich ansehen. Die Bustouren führten zu über 100 Ausstellungen in der Stadt und im weiteren Umkreis. Über die unzähligen Ausstellungen, die nicht im offiziellen Programm erwähnt waren, konnte man durch Mundpropaganda meist in der Halle erfahren. Übrigens fällt mir besonders als Deutsche immer wieder auf, wie gut Amerikaner organisieren können.
In diesem Jahr wurden 50 Jahre NCECA gefeiert. Das Thema zum Anlass “Makers, Mentors & Milestones” zog sich durch die Hauptausstellungen. 2016 wurden Arbeiten von wichtigen und verehrten Mitgliedern der Organisation gezeigt.

(Angela Klaerner-Clark)

NCECA 2016, Kansas City

Künstlerjournal: Ryan LaBar

Ryan LaBar wurde 1975 in Great Falls, Montana, U.S.A, geboren.
”Ich verlasse mich bei meiner Arbeit auf meinen Instinkt und auf meine Neugierde” LaBar stellt individuelle Formen her, glasiert sie und verbindet sie zu plastischen Objekten. Im Ofen, wenn überfeuert, verziehen und verbiegen sich diese Objekte im Brand. Das finale Ergebnis entsteht in der kritischen Phase des Brandes, unter Einfluss des Zufalls und der Schwerkraft und stellt eine perfekte Zusammenarbeit zwischen Mensch und Naturgesetzen dar. Wie das Wesen einer perfekt arbeitenden Maschine sind seine Plastiken eine Verbindung von sich wiederholenden Rhythmen und modernen und zeitgenössischen Formen.

(Ting-Ju SHAO)

Ryan LaBar

Werkstattgespräch mit Gry Ringset

Grys Liebe zur Natur und zu Pflanzenfasern teilt sie mit ihrer Mutter und Grossmutter, die beide “åkler” webten. Was das ist, und wie Gry die Pflanzenfasern in ihre Keramik integriert, erzählt sie uns im nachfolgenden Interview mit Evelyne Schoenmann.

F: Gry, Du lebst im hohen Norden, in Norwegen. Haben die rauen Wetterverhältnisse und die Landschaft Einfluss auf Deine Arbeit?
A: Ich hatte schon immer ein enges Verhältnis zur Natur und habe gern einen “nahen” Blick auf deren “Texturen”. Die sinnliche Dimension der Natur inspiriert mich.
F:Du hast nicht nur die Kunsthochschule, sondern auch die Architekturhochschule in Oslo besucht. Wolltest Du denn den Beruf wechseln?
A: Nein, während meiner kunstfachlichen Forschungsarbeit zum Thema Materialentwicklung gab es eine Zusammenarbeit zwischen der Architektur- und der Kunsthochschule, bei der die Architekturhochschule die wissenschaftliche Kompetenz und die Forschungsausbildung bot.
F: Du hast in der Vergangenheit an zahlreichen Ausstellungen teilgenommen. Ist es eigentlich einfach, in Nordeuropa Keramik auszustellen?
A: Nein, das würde ich so nicht sagen. Wir haben viele professionelle, begabte Kunsthandwerker und nur wenige ausschließliche Kunsthandwerksforen. Über die meisten Ausstellungen entscheiden Jurys, es sei denn, man wird eingeladen. Die Galerie Kaolin in Stockholm hat das Projekt “Biotop” aufgrund seiner experimentellen Qualität ausgestellt. „Biotop“ war das Ergebnis eines Materialexperiments und beinhaltete eine Videoinstallation im Zusammenspiel mit zwei Objektgruppen, wobei ich das Erlebnis von Natur, Textur und Berührung mit den Besuchern teilen wollte. Ansonsten ist das Nordenfjeldske Kunstindustrimuseum in Trondheim herausragend, es zeigt eine Kunsthandwerkssammlung und zusätzlich gute Ausstellungen mit Keramik und Kunsthandwerk der Gegenwart. Es war eine Ehre für mich, dort das Projekt Klangbilder zeigen und durchführen zu dürfen.

Gry Ringset

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