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Neue Keramik 3/2020 - Inhalt

DIE NEWS

PORTRAITS

James C.Watkins – USA
Giorgio di Palma – Italien
Li Ziyuan – China
Aino Nebel – Deutschland
Mia Llauder – Spanien
Melanie van der Donk – Österreich
Tereza Hrušková – Tschechische Republik
Nathalie Schnider-Lang  – Deutschland

AUSSTELLUNGEN / VERANSTALTUNGEN

COLLECT – London – Großbritannien
Keramiktage – Oldenburg – Deutschland
Über das Gefäß hinaus – Le Fel  – Frankreich
25 Jahre Töpfermarkt – Bonn – Deutschland
Andreas Fritsche  – Berlin – Deutschland
Jochen Rüth / Georg Kleber – Diessen – Deutschland
Vibrant Systems – Frechen – Deutschland

KERAMIK & REISEN 
Sifnos – Griechenland

BÜCHERSEITEN

KÜNSTLER-JOURNAL

Kutani Tsutae – Japan und Meekyoung Shin – Süd-Korea / GB – Ting-Ju Shao

WERKSTATTGESPRÄCHE

Angela Burkhardt-Guallini  – Evelyne Schoenmann – Interview / Technik

TERMINE / Ausstellungen / Galerien / Museen
Ausstellungskalender    International

KURSE / SEMINARE / MÄRKTE
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VORSCHAU / IMPRESSUM

Neue Keramik 3/2020

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  • PORTRAITS
    James C. Watkins – USA, Giorgio di Palma – IT, Li Ziyuan – CHN, Aino Nebel – D, Mia Llauder – E, Melanie van der Donk – A, Tereza Hrušková – CZ, Nathalie Schnider-Lang  – D

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    James C. Watkins

  • AUSSTELLUNGEN
    COLLECT – London – Großbritannien, Keramiktage – Oldenburg – Deutschland, Über das Gefäß hinaus – Le Fel  – Frankreich, 25 Jahre Töpfermarkt – Bonn – Deutschland, Andreas Fritsche  – Berlin – Deutschland, Jochen Rüth / Georg Kleber – Diessen – Deutschland, Vibrant Systems – Frechen – Deutschland

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    Collect 2020 – Stand von Alveston Fine Arts Ltd. Gallery

  • KÜNSTLERJOURNAL

    Kutani Tsutae – Japan und Meekyoung Shin – Süd-Korea/GB

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    Kutani Tsutae – Japan

  • WERKSTATTGESPRÄCHE

    Evelyne Schoenmann besucht Angela Burkhardt-Guallini im Atelier.

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    Angela Burkhardt-Guallini

  • TERMINE

    Termine und Ausstellungen von Amsterdam bis Winzer

    16-4-termine

Leseproben

Portraits: James C. Watkins – USA, Giorgio di Palma – IT, Aino Nebel – D, Tereza Hrušková – CZ Ausstellungen / Veranstaltungen: COLLECT – London – GB, Keramiktage – Oldenburg – D, Vibrant Systems – Frechen – D Künstler-Journal: Kutani Tsutae – Japan und Meekyoung Shin – Süd-Korea/GB Werkstattgespräche: Burkhardt-Guallin – Evelyne Schoenmann

James C. Watkins

Nachdem ich 35 Jahre an der Texas Tech University in Lubbock, Texas, unterrichtet hatte, ging ich 2018 in den Ruhestand. Ich arbeite gerne weiter in meinem Studio und finde Inspiration aus familiären Erinnerungen, zwischenmenschlichen Beziehungen, dem amerikanischen Südwesten und glücklichen Zufällen. Dieser Text reflektiert meine Karriere als Künstler, wobei der Keramik weiterhin meine Liebe gehört.
Ich bin im ländlichen Athen, Alabama, als ältestes von sechs Kindern aufgewachsen. Meine Mutter und mein Vater, Jeanette und Nelson, waren stolze Bauern und Selbstständige. Meine Mutter machte Quilts und mein Vater fertigte viele seiner eigenen landwirtschaftlichen Werkzeuge selbst an. Mein Interesse an Ritualen und visuellen Dingen kommt von meinen Eltern. Meine Mutter glaubte an die Stimmung der Farben. Sie glaubte, dass Rot und Orange ihren emotionalen Zustand beeinflussen und sie wacher und glücklicher machen könnten. Mein Vater glaubte, dass ein grünes Anstreichen unseres Hauses eine gute Ernte gewährleisten würde. Stellen Sie sich also drei Mädchen und drei Jungen vor, die in Rot und Orange um ein grünes Haus rennen und Schlammburgen und Schlammkuchen bauen – das war meine Erziehung.

James C. Watkins

Giorgio di Palma

Giorgio di Palmas bekanntester Slogan – bekannt bei allen, die ihn getroffen oder seine Arbeit gesehen haben – lautet “Keramik, die wir nicht brauchten”. Bunt, kühn, oft mit raffinierten Details, sofort nachvollziehbar, ausnahmslos ansprechend, zeigt seine Keramik die Nutzlosigkeit der Objekte, unabhängig von der offensichtlichen Einfachheit seiner Technik (aufgebaut, Brennen bei niedriger Temperatur und Glasur). Giorgio di Palma (geboren 1981 in Grottaglie) kopiert Luftballons, Spielzeugboote, Eiscreme, Lollies, Fußbälle, Glühbirnen, Teddybären, Kisten, Wasserpistolen, Oliven, Skateboards, Polaroids, Plattenspieler und Kassetten in Ton, aber auch Zigaretten, Kaugummi, Münztelefone, Schreibmaschinen. Aus seinem Atelier taucht eine ganze Reihe von Objekten auf, Gegenstände von minimalem Wert in ihrer ursprünglichen Gestalt! Dennoch haben diese Plastiken eine Bedeutung, ob wir sie als Teil einer großen Installation betrachten, die der Künstler für jede Ausstellung komponiert, oder ob wir der Versuchung nicht widerstehen können einige von ihnen zu besitzen, so dass wir letztlich eine Arbeit kaufen oder mehrere und sie mit nach Hause nehmen.
Beim Nachdenken sind wir uns alle bewusst, warum diese Objekte tatsächlich Wert besitzen und welche Bedeutung sie jedes Mal zum Asdruck bringen, wenn wir sie sehen und mit einem Lächeln auf sie reagieren.

(Luca Bochicchio)

Giorgio di Palma

Aino Nebel

Die Arbeiten von Aino Nebel sind schon seit Jahren auf nationalen und internationalen Ausstellungen vertreten. An allen großen Wettbewerben hat sie sich beteiligt. Und doch ist sie bis heute nur einem kleinen Kreis von Keramikkennern und -Liebhabern ein Begriff. Zeigte sie beim Frechener Keramikpreis 2003 eine Paraphrase auf die Rokoko-Figurinen aus Porzellan, wie sie noch bis in unsere Tage in der Meißener Manufaktur hergestellt werden, bekam sie drei Jahre später an gleicher Stelle einen der drei Preise für ganz realistische Tierhäute, die lediglich durch eine weiße Glasur verfremdet waren. Zwei Seelen scheinen in Aino Nebels Brust zu wohnen. Antje Soléau wollte mehr darüber wissen und hat sie befragt.

Antje Soléau: In der Landesausstellung “manu factum” zur Ermittlung der Staatspreisträger für das Kunsthandwerk in Nordrhein-Westfalen zeigtest Du eine Installation aus 14 beige-braunen Bechern aus dem Holzbrand – wenn ich das richtig gesehen habe. Für mich eine neue, eine andere Aino Nebel als die, deren Arbeiten ich seit Jahren kenne. Wie kommt’s?

Aino Nebel: Ich probiere immer wieder gerne neue Materialien und Techniken aus, das ist nicht das erste Mal. Zu den “Desperate Teabowls” und dem Holzbrand bin ich durch die Zusammenarbeit mit Tomasz* gekommen. Ich wurde angeregt durch seine Teeschalen, die ich außerordentlich schätze.
(Antje Soléau)

Aino Nebel

Tereza Hrušková

Wie hast du mit der Keramik und der Malerei begonnen?

Nach der Highschool, während der ich mich mit angewandter Malerei beschäftigte, wollte ich eine Pause einlegen, um ein anderes Handwerk auszuprobieren. Ich habe mich für ein Bachelor-Programm in Keramik und Porzellan an der Akademie der Künste für Architektur und Design (AAAD) in Prag beworben, was ehrlich gesagt eine glückliche Wahl war, da ich nicht viel Erfahrung mit Ton hatte. 

Während meiner ersten zwei Jahre an der Akademie habe ich versucht, meine Arbeiten nicht mit der Malerei zu verbinden. Ton war für mich ein neues Medium und ich wollte mir selbst beweisen, dass ich ohne zu malen gute Arbeiten entstehen lassen kann. Dies machte mir einige Schwierigkeiten. Ich fand es oft nicht gut, was entstand, und ich überlegte sogar das Programm zu beenden. Es machte für mich nicht mehr so viel Sinn. Aber damals entwickelte sich das Gefühl, dass das Malen in diesem neuen Medium ein wichtiger Bestandteil meiner Projekte sein sollte.
Ich gebe zu, dass ich nur aus reinem Porzellan keine interessanten Arbeiten machen kann. Aber ich wollte anfangs nicht zugeben, dass Malen für mich und mein Porzellan unerlässlich ist. Als ich wieder anfing zu malen, lief alles reibungslos, einfacher und natürlich hatte ich bessere Ideen. Es dauerte einige Zeit bis mir klar wurde, dass dies so sein sollte und dass es dumm und sinnlos war, mich dagegen zu wehren, die beiden Handwerke, die ich liebe, zu kombinieren.

(interviewt von Monika Gass)

Tereza Hrušková

COLLECT 2020

Collect 2020, nun offiziell als “International Art Fair for Modern Art and Design” angekündigt, wurde dieses Jahr zum 16. Mal, vom 27. Februar bis 1. März, im Somerset House abgehalten, einem wichtigen Ausstellungs- und Veranstaltungsort am Südufer der Themse im Zentrum von London. Seit Beginn der Messe 2004 ist Somerset House nun nach dem Victoria und Albert Museum (5 Jahre) und der Saatchi Gallery (10 Jahre) das dritte “Heim” der Messe. 

Somerset House ist ein neoklassizistischer Palast aus dem 19. Jahrhundert, mit einem großen rechteckigen Innenhof, der im Winter zu einem innerstädtischen Eislaufplatz umgebaut wird. Diese traditionelle Umgebung erlaubt Collect sich in einem völlig neuen „Kleid“ zu präsentieren.

Im Gegensatz zur Saatchi Gallery, einem neutralen modernen Ausstellungsraum, bietet Somerset House nun eine Reihe von „Räumen“ in verschiedenen Größen mit originalen Schiffs-Böden und traditionellen Kaminen, die ein viel „intimeres“ Display der Exponate ermöglichen.

(Regina Heinz)

Akiko Hirai “Moon Jar”, Flow Gallery

KERAMIKERPORTRAIT INT. KERAMIKTAGE OLDENBURG 31. Juli – 2. August 2020

Seit mehr als 20 Jahren organisiert die “Werkschule – Werkstatt für Kunst und Kulturarbeit” im Rahmen der Internationalen Keramiktage Oldenburg das sogenannte Keramikerportrait. Zwei international herausragende Keramikkünstler präsentieren einen Tag lang ihr Werk, ihre Arbeitsweise vor Publikum. In diesem Jahr wurden die beiden Künstler Alberto Bustos aus Spanien und Zsolt Joszef Simon aus Ungarn eingeladen. Sowohl von der Idee ihres Werkes her, wie auch in der Technik der Ausführung zeigen beide einen höchst originellen, neuartigen Ansatz.

Alberto Bustos, 1972 geboren, war schon als Kind äußerst kreativ. Seit er während eines Kurses mit Keramik in Berührung kam, wusste er, dass er sein “Lebensmaterial” gefunden hatte und in einer tiefen Liebe zur Natur sein Thema. Er entwickelte als Autodidakt spezielle Techniken, um zum Beispiel Grasbüschel, Zweige, ganze Pflanzengruppen gebeugt im Wind, oder triumphierend sprießend und ans Licht strebend zu zeigen.

Der 1973 geborene, vielseitig begabte ungarische Künstler Zsolt Jozsef Simon hat in einer breit gefächerten Ausbildung seine Talente erprobt und vertieft, um sie schließlich in seinem keramischen Werk zusammenzuführen. Er beginnt 1988 mit einem Studium der Porzellanmalerei an der Porzellanmanufaktur in Herend.

(Hannelore Seiffert)

Alberto Bustos, Circulo

Ausstellung mit Arbeiten von Michael Cleff im KERAMION

Die Liste der Arbeiten von Michael Cleff im Besitz nationaler und internationaler Museen und bedeutender Sammlungen ist sehr lang, zählt der Absolvent der Düsseldorfer Akademie doch zu den bedeutendsten deutschen mit keramischen Materialien arbeitenden Künstlern – Grund genug also, seiner Kunst im Frechener KERAMION eine Sonderausstellung zu widmen.
Eindeutig ist Cleffs Handschrift. Ohne Zweifel können seine unterschiedlichen Arbeiten trotz der Entwicklungen, die sie während der mittlerweile drei Jahrzehnte ihres Entstehens gemacht haben, dem Künstler zugeordnet werden.
In seinem Werk konzentriert sich Michael Cleff auf wenige formale Bestandteile: Wiederkehrende geometrische Grundformen wie Kreise, Quadrate, Rechtecke und Ellipsen  setzt er in immer neue Beziehungen zueinander.

KERAMION
Bonnstraße 12 , D-50226 Frechen
Ausstellung Michael Cleff
7. Juni – 23. August 2020

(Gudrun Schmidt-Esters)

Michael Cleff

Künstlerjournal: Kutani Tsutae und Meekyoung Shin

Kutani Tsutae  (Japan)
Kutani Tsutae wurde 1952 in Imizu, Präfektur Toyama, Japan, geboren und schloss 1977 ihr Studium an der Tama Art University mit einem MA ab. 1976 begann sie mit der Entwicklung ihrer “Empty Wrapping Serien”. Sie erwecken den Eindruck, als würden gefaltete Tücher lebendige Momente des expansierenden Lebens einfangen.

Meekyoung Shin   (South Korea / UK)
„Ihre Arbeit oszilliert zwischen Handwerk und Konzeptkunst; ihre exquisite Handwerklich-keit zeigt sich in ihren gesamten Arbeiten …“
Meekyoung Shin (geboren 1967) arbeitet in Seoul und London und realisiert ihre Ideen, ihre Erfahrungen und Beobachtungen aus unterschiedlichen Kulturen und Umgebungen mit verschiedenen Medien. Ihre berühmte Seifenskulpturenserie verwandelte das preiswerte und moderne Medium Seife in lebendige blau-weiße Porzellan- und Glasgefäße und sogar in eine Kopie der Statue des Herzogs von Cumberland, die am Cavendish Square im Zentrum von London steht.

(Ting-Ju SHAO)

Kutani Tsutae

Meekyoung Shin

Werkstattgespräch mit Angela Burkhardt-Guallini

Angela, wie kam es dazu, dass Du Keramik-Künstlerin wurdest, und wer hat Dich am meisten inspiriert und gefördert?

Ich erzähle das immer wieder gerne: Vor über 35 Jahren schenkte mir der japanische Dichter, Kalligraph und Keramiker Mitsuya Niiyama (*1922) bei einem kurzen Treffen ein kleines, in Neriage gearbeitetes Porzellanplättchen, das kaum so gross wie ein Daumen war. Aber für mich war es eine Offenbarung. Seither arbeite ich mit dieser Technik. Ich eignete sie mir über Recherchen und Experimente an und perfektionierte sie. Auch die Keramiken von Zen-Mönch Matsui Kosei aus Japan haben mich schon immer fasziniert. An Inspiration mangelt es mir bis heute nicht: Ich finde diese in der Natur, auf Reisen sowie in der Architektur und in der Kunst.

(Evelyne Schoenmann)

Werkstattgespräch mit Angela Burkhardt-Guallini

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