Neue Keramik 3/2018 - Inhalt

DIE NEWS

INTERVIEW

Irina Razumovskaya – Großbritannien / Russland

PORTRAITS

Alessandro Gallo Italien / USA
Eska Lee – Deutschland / Korea
Dien Worin Geertsma – Niederlande
Corinna Petra Friedrich – Deutschland
Masamichi Yoshikawa – Japan
Victor Reshetnikov – Russland

Forum / PÄDADOGIK

Brotlose Kunst – Gustav Weiß – Kunstbetrachtung

AUSSTELLUNGEN / VERANSTALTUNGEN

NCECA-Konferenz – Pittsburgh – USA
Luca Lanzi – Frechen – Deutschland
16. Internationaler Keramikmarkt –  Salmen – Niederlande
Keramiktriennale 2018 CODA – Apeldoorn – Niederlande
International Ceramic Art Festival 2017 – Sasama – Japan
Keramikerportrait – Oldenburg – Deutschland
Sandy Brown – Heidelberg – Großbritannien / Deutschland
Werkstatttage – Reichenbach – Deutschland
The Ceramic House – Brighton – Großbritannien
3rd International Ceramic Biennale – Cluj – Rumänien
Britische Keramikbiennale – Stoke on Trent – Großbritannien
3D-Druck – Daniel Maillet – Brasilien

KÜNSTLER-JOURNAL
Pınar Baklan Önal + Sejin Bae – Shao Ting-Ju  – Türkei / Korea

WERKSTATTGESPRÄCHE
Jennifer McCurdy – Evelyne Schneemann – Interview / Technik

TERMINE / Ausstellungen / Galerien / Museen
Ausstellungskalender    International

KURSE / SEMINARE / MÄRKTE
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Neue Keramik 3/2018

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  • PORTRAITS

    Irina Razumovskaya – GB/RUS, Alessandro Gallo – IT / USA, Eska Lee D/ ROK, Dien Jorien Geertsma – NL, Corinna Petra Friedrich – D, Masamichi Yoshikawa – JP, Victor Reshetnikov – RUS

     

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  • FORUM

    Brotlose Kunst – Gustav Weiß – Kunstbetrachtung

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  • AUSSTELLUNGEN

    NCECA-Konferenz – Pittsburgh – USA, Luca Lanzi – Frechen – Deutschland, 16. Internationaler Keramikmarkt –  Salmen – Niederlande, Keramiktriennale 2018 CODA – Apeldoorn – Niederlande, International Ceramic Art Festival 2017 – Sasama – Japan, Keramikerportrait – Oldenburg – Deutschland, Sandy Brown – Heidelberg – Großbritannien / Deutschland, Werkstatttage – Reichenbach – Deutschland, The Ceramic House – Brighton – Großbritannien, 3rd International Ceramic Biennale – Cluj – Rumänien, Britische Keramikbiennale – Stoke on Trent – Großbritannien, 3D-Druck – Daniel Maillet – Brasilien

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  • KÜNSTLERJOURNAL

    Künstlerjournal: Pınar Baklan Önal – TR,  Sejin Bae – ROK

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  • WERKSTATTGESPRÄCHE

    Evelyne Schneemann besucht Jennifer McCurdy im Atelier.

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  • TERMINE

    Termine und Ausstellungen von Amsterdam bis Winzer

    16-4-termine

Leseproben

Irina Razumovskaya – GB/RUS, Alessandro Gallo – IT / USA, Corinna Petra Friedrich – D, Masamichi Yoshikawa – JP Forum:Brotlose Kunst- Gustav Weiß – Kunstbetrachtung Ausstellungen: NCECA-Konferenz – Pittsburgh – USA, Keramiktriennale 2018 CODA – Apeldoorn – NL, Britische Keramikbiennale – Stoke on Trent – Großbritannien Künstler-Journal: Pinar Baklan Önal – TR, Sejin Bae –  Korea Werkstattgespräche: Jennifer McCurdy – Evelyne Schneemann

Irina Razumovskaya (GB/RUS)

Irina, du bist einer der jüngsten Profis in der Keramik-Szene, geboren 1990 in Leningrad, UdSSR. Und du kommst aus einer sehr kreativen Familie –warum hast du dich entschieden nach England zu gehen und mit TON zu arbeiten? Welche Erwartungen hattest du?
Und – hast du gefunden, wonach du gesucht hast?

Meine Entscheidung, nach Großbritannien zu kommen, war eine Kombination aus mehreren Gründen, aber die wichtigste war, dass ich nach meinem ersten Abschluss nicht in Russland bleiben wollte. Ich war mutig genug, um im Alter von 20 Jahren zu erkennen, dass es mein Traum war, mich ausschließlich mit Keramik zu beschäftigen und leider konnte ich in Russland hierfür keine Zukunft sehen. Obwohl es dort eine große Anzahl von erstaunlich guten Keramikkünstlern gibt, wusste ich nicht, ob ich meinen Lebensunterhalt durch Kunst verdienen könnte. Der zweite Grund (vielleicht ein praktischer Grund) war, dass ich 2014 meinen Abschluss gemacht habe, ein Jahr, in dem sich das politische Klima in Russland drastisch änderte und ich mich zuhause nicht mehr wohl fühlte. Ich habe mich daher entschieden, dass das Beste für mich sei, mich an einen anderen Ort zu begeben, zumindest für eine kurze Zeit.

(Monika Gass interviewt Irina Razumovskaya)

Irina Razumovskaya

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Alessandro Gallo (IT/USA)

Kürzlich unternahm ich in London eine längere Metrofahrt. Sie kennen das: man steht an der Haltestange, beobachtet verstohlen die anderen Mitfahrer, liest zum x-ten Mal dieselbe Werbung an den Wänden. Ein Werbeplakat für den London Zoo mit dem Slogan «It takes super skill to stay super still!» stach mir ins Auge.
London – Underground Northern Line – Mitreisende – Tierköpfe – „skill“ und „super still“ amalgamierten allmählich zu einem einzigen Bild. Unvermittelt hatte ich ein «déja vu» Gefühl: wo habe ich das bloss schon mal gesehen? Da kam es mir schlagartig in den Sinn: Alessandro Gallo – Metro (2011). Die Frau mit übergeschlagenen Beinen, welche in ihrer Tasche wühlt; daneben der junge Mann mit gegrätschten Beinen, verschränkten Armen, hochgezogenen Schultern. Weiter rechts der Mann, der sich Notizen macht; eine Frau liest in einem Buch, etc. Alle sitzen sie eng beieinander, warten darauf, an ihrer Haltestelle der Enge zu entkommen. Alles normal also? Bei weitem nicht! In der Tasche der wühlenden Dame befinden sich Haselnüsse, ihr Kopf ist der eines Eichhörnchens. Der Notizen machende Mann hat einen Pferdekopf. Weiter sieht man Echsenköpfe, Vogelköpfe, eine höchst elegante Flamingokopf-Dame. Fünf Mitfahrer links von ihr steckt sich eine weitere Dame gerade Ohrstöpsel in die Gazellenohren. Gallo selber sagt über die «Metro»-Figuren: «Die U-Bahn spiegelt treffend die Stadt und das Theater des Alltags, sie ist ein Mikrokosmos der oberirdischen Welt. Jeder benutzt sie, und jeden Tag amüsiert sich das Schicksal, indem es die unterschiedlichsten Leute in engen Kontakt zueinander bringt“.

(Evelyne Schoenmann)

Alessandro Gallo

Corinna Petra Friedrich (D)

Sie betont das Spielerische, ihre Freude und totale Faszination am keramischen Material. Sie spürt keine Bürde, dass schon so vieles gemacht ist. Eher die begeisternde Herausforderung, alle technischen und gestalterischen Entwicklungen in der Keramik zu sondieren, zu prüfen und gegebenenfalls für sich und ihr Werk zu nutzen, um ihren ganz individuellen Ausdruck und ihre eigene Ästhetik zu erreichen. Corinna Petra Friedrich ging einen ungewöhnlich weiten Weg, der sie zu ihrer heutigen Berufung führte, in der sie sich ganz der künstlerischen Keramik verschrieben hat.
Eismeerfarben – skandinavisches Blau – ein müdes Papierweiß – Erdbeersahnerosa – Ocker-Dotter-Gelb und Badezimmergrün. Ein wenig zittrig kariert, wackelig liniert, getupft, gepunktet, gesprenkelt, gestipst handzeichnerisch lebendige Flächen. Punkt und Linie sind der inspirierende Anfang eines ganzen Universums vibrierender Oberflächen, kleinster Strukturen, graphischer Muster in einander verwandten und komplementären Farben.
Die Erinnerung an Oma und Opas Küchengardinen, einen Rock, eine Schürze, die Teppichkante und das Stuhlkissen aus der Kinderperspektive. Tagtäglich nachhaltig beiläufig und nun, Jahrzehnte später, neu belebt auf den Oberflächen dieser Keramikgefäße. Anrührend geradezu in der seriellen Ansammlung gemusterter Becher, ovaler Platten, kleiner, nützlicher Gefäße. Sie wecken kreative Sammlerlust auf’s Kombinieren, Komponieren und Zusammenstellen und reichen gleichzeitig etwas von der Begeisterung weiter, der die Künstlerin Corinna Petra Friedrich folgt, wenn sie intuitiv gemusterte und farbige Flächen zerschneidet und zu raumgreifenden Gefäß-Unikaten aufbaut.

(Schnuppe von Gwinner)

Corinna Petra Friedrich

Masamichi Yoshikawa (JP)

Masamichi wurde nicht in eine Keramikerdynastie hineingeboren und wollte als junger Mann kein Töpfer werden. Seine erste Liebe galt der Architektur, aber schließlich schloß er sein Studium als Designer ab und trat 1970 in ein Designstudio in Tokoname ein. Dort arbeitete er in einem Team, das Produkte für den skandinavischen Markt entwarf. Tokoname ist eine Stadt mit einer langen und prestigeträchtigen Keramikgeschichte, die bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht und die im Wesentlichen auf den lokalen Ton zurückzuführen ist, der bei hohen Temperaturen zum Hauptbestandteil der berühmten Yakishimi-Ware wird. Noch bemerkenswerter: Tokoname war auch der Sitz eines der sechs historischen Brennöfen Japans war. Die anderen waren Shigaraki, Bizen, Tanba, Ehizen und Seto. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts lebten die alten Töpfertraditionen in der DNA der Stadt weiter, obwohl Tokoname längst ein wichtiges Zentrum für die industrielle Produktion funktioneller Waren geworden war.
Geistig unzufrieden mit der Arbeit eines Designers, so körperlich von der eigentlichen Herstellung von Objekten entfernt, fand Masamichi den Weg zum Ton und stand vor der Tür von Yoshan Yamada, einem einflussreichen lokalen Töpfer, der ihm beibrachte, wie man traditionelle Waren herstellt. In der Werkstatt des Töpfers fand er alles was ihm am Zeichenbrett des Designers fehlte, denn hier hatten seine Hände Kontakt mit einem lebendigen Material und das Herstellen von Töpfen implizierte sowohl Konzentration als auch körperliche Koordination. Nicht, dass er historische Waren reproduzieren wollte.

(Nigel Atkins)

Masamichi Yoshikawa

Forum: Brotlose Kunst

Der künstlerische Wert der Kunst ist nicht der Wert, zu dem sie verkauft werden kann, an dem Galeristen, Kunsthändler und Auktionshäuser verdienen. Der Künstler hat eine Vision. Dafür riskiert er Entbehrungen, die sein Leben ausmachen, zu dem er steht. Das zu erfüllen, ist für ihn der Wert. Die “Brotlosigkeit” ist die Freiheit von praktischer Nützlichkeit. Wo diese aufhört, ergibt sich eine neue Nützlichkeit im Symbol-, Dekorativ- und Repräsentationsbereich.

Der Kunstrat veranstaltete 2007 eine öffentliche Tagung, an der sich alle an der Kunst beteiligten Berufe zu den Maßstäben und Bewertungen der Kunst äußerten. Alle waren sich darin einig, dass die Vermarktung nicht der Maßstab sein kann. Was also dann? Salman Rushdie, ein Heros der Literatur, sagte an anderer Stelle: „Ich glaube nicht daran, dass Kunst eine Aufgabe hat, Ziele zu erreichen oder so was. Nein, nein, nein. Sie hat immer schon gewusst, dass die Natur des menschlichen Wesens niemals homogen, sondern sehr -verschieden ist. Dass wir alle Charakterzüge in uns tragen, die sich widersprechen.“

(Gustav Weiß)

Jennifer McCurdy

52. NCECA Conference 2018

Rekordergebnisse auf gesamter Strecke: Mehr als 6500 Gäste kamen 2018 zur NCECA in das für europäische Verhältnisse riesige Convention Center: gewidmet David L. Lawrence, der von 1946 – 1959 als Bürgermeister der Stadt Pittsburgh, 1959 – 1963 als Governor von Pennsylvania Bildung für alle und ein kulturelles Miteinander förderte. Seiner Devise – Lernen, Lehren, Teilen und zum Besten der Gemeinschaft agieren – ist dieses Convention Center gewidmet.
Erster Eindruck: – das am Eingang positionierte große, zum Shop ausgebaute Aluminium-Reise-Mobil, – aussen wie innen voll mit Menschen, voll mit Keramik aller Art, ein Farb- und Formenrausch, – der den Kaufrausch offensichtlich aktivierte. Innerhalb der 4 Tage war der schillernde Shop stets umlagert, es wurde permanent nachgefüllt, Ware gepackt, am letzten Tag gab es bereits mittags deutliche Lücken auf den Regalen. Gute Idee – perfekt platziert und effizient umgesetzt!
In der Ausstellungshalle exzellente Stände der Galerien, der Ausbildungsinstitute, Universitäten, Akademien mit direkter Information zum Studium, internationale Keramik-Zeitschriften, – die NEUE KERAMIK / NEW CERAMICS mittendrin, sowie viele Keramikzubehörhändler: – ein Angebot in Hülle und Fülle.

(Monika Gass)

Akio Takamori, NCECA 2018

Keramik Triennale 2018 - Coda Museum

Das CODA Museum in Apeldoorn präsentiert noch bis zum 10. Juni die Keramik Triennale 2018, eine Ausstellung auf Initiative der niederländischen Fachgruppe für Keramiker NVK.
Die Triënnale zeigt Werke von 34 Künstlern aus den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Deutschland, England, Dänemark, Finnland, Lettland, Litauen und der Türkei. Die Exponate wurden aus mehr als 360 Einsendungen aus ganz Europa selektiert. Das Thema der Triennale war figurative plastische Keramik, das heißt Figuren und Installationen aus Keramik, wobei das Figürliche und das Erkennbare eine wichtige Rolle spielen. Die ausgewählten Künstler zeigen ausnahmslos qualitativ hochwertige Arbeiten, wodurch eine vielschichtige Ausstellung entstand, in der verschiedene Aspekte der figürlichen Darstellung angeschnitten werden. Mit dieser internationalen Ausstellung geben das CODA Museum und die Fachgruppe NVK einen Eindruck zeitgenössischer figurativer Plastik.
Die niederländische Fachgruppe für Keramiker NVK veranstaltet 2018 zum vierten Mal einen großen Keramikwettbewerb. Die ursprüngliche Biennale, die im Jahre 2010 begann, wurde umgestaltet in eine Triënnale die im CODA Museum stattfindet. Ebenfalls 2010 beschloß die NVK eine wiederkehrende Veranstaltung zu organisieren, von der eine Ausstellung sowie pädagogische Aktivitäten für das Schulwesen und die Jugend ausgehen sollen. Auf diese Art will die NVK nicht nur Keramik fördern und zeigen, welche viele Möglichkeiten der Umgang mit Ton bietet, sondern auch den Keramikern und Künstlern eine Plattform bieten, auf der sie die Entwicklungen in ihrem Fachgebiet darstellen können.

Mitglieder der Jury vor der Preisträgerarbeit von Alida Everts

BCB Stoke on Trent 2017

Die britische Keramikbiennale (BCB), die von 23. September bis 5. November 2017 im ehemaligen Spode-Keramikwerk in Stoke on Trent, England, stattfand, feierte 2017 ihren 5. Jahrestag. Ursprünglich geschaffen, um Stoke nach der Schließung eines Großteiles der Keramik-produzierenden Betriebe als traditionelle Keramikstadt wieder zu reaktivieren, hat sich die Biennale mittlerweile zum größten Keramikfest in England entwickelt und bot diesmal an mehreren Veranstaltungsorten einem breiten Publikum ein besonders reichhaltiges Programm an Ausstellungen, Installationen und interaktive Aktionen, da sich Stoke auch um Englands Kulturhauptstadt für 2021 bewerben möchte.
Biennale Direktor Barney Hare Duke: „Die Durchführung der fünften BCB ist eine Art Meilenstein. Das diesjährige Festival ist mit über 100 Künstlern, die an Ausstellungen und Veranstaltungen in der Stadt teilnehmen, so ehrgeizig wie immer. Es ist eine besondere Zeit für die Stadt und wir sind stolz darauf unser Programm 2017 zu präsentieren, um damit auch die Bewerbung von Stoke-on-Trent als Kulturhauptstadt Europas 2021 zu befördern.“

(Regina Heinz)

FRESH 2017, Eusebio Sanchez, 2017, Foto – Joel Fildes

Künstlerjournal: Pınar Baklan Önal und Sejin Bae

Pınar Baklan Önal (Türkei)
Pınar Baklan Önal wurde 1986 in Izmir, Türkei, geboren.
Önals Arbeiten wecken Assoziationen an eine Blumenwiese oder an abstrahierte menschliche Formen und verdeutlichen, dass ihr Hauptaugenmerk auf der Natur liegt. Ihre Formen sind schmucklos, aber voller Energie und dennoch zart.

Sejin Bae (Korea)
Sejin Bae wurde1981 in Ganghwa, Inchon, Korea, geboren.
Die meisten Arbeiten von Bae haben Kreisformen, die aus kleinen Tonplattenstücken aufgebaut sind, die sich überlagern und so die Form strukturieren. Auf jedes kleine Tonplattenstück wurde nacheinander eine arabische Ziffer gedruckt, von der „1“ des ersten Stücks bis zur „222.684“ des neuesten Werkes.

(Ting-Ju SHAO)

Pınar Baklan Önal

Sejin Bae

Werkstattgespräch mit Jennifer McCurdy

Jennifers schneeweisse Porzellanobjekte scheinen schwerelos auf den Galeriesockeln zu schweben. Der Negativraum, oder Freiraum, ist oftmals grösser als der Positivraum. Sie fragen sich, warum die Werke nicht kollabieren im Ofen? Jennifer weiht uns hier in ihre Geheimnisse ein.

Jennifer, Du bist eine sehr bekannte Keramikerin und auch eine engagierte Lehrerin. Rückhaltlos teilst Du bei Workshops, in Videos und Büchern all Dein Wissen mit. Hat dies mit Sendungsbewusstsein zu tun?

Für mich ist es eher ein Bewusstsein für die Gemeinschaft. Keramiker sind in der Regel untereinander solidarisch, denn wir teilen die Leidenschaft für den Ton. Ton ist eine Ausdrucksart, welche die Grenzen der Herkunft und unterschiedliche Überzeugungen überbrückt. Mein Wunsch ist es, ein Teil dieser Kultur zu sein und dabei zu helfen, sie weiter zu entwickeln.

(Evelyne Schoenmann)

Jennifer McCurdy

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