Neue Keramik 3/2017 - Inhalt

DIE NEWS

PORTRAITS

Marie-Josée Comello  – Deutschland
Claudia Cramer – Deutschland
Roger Lewis – Großbritannien
Lim Hang-Tack – Korea
Maria Wieding-Kalz – Deutschland
Vladimir Groh & Yasuyo Nishida – Tschechien / Japan
Barbara Hotz – Deutschland / Frankreich
Ines & Christoph Hasenberg – Deutschland

Forum / PÄDADOGIK

Kopf oder Bauch – Gustav Weiß – Kunstbetrachtung
Lehm, Glas, Immagination – Katharina Eich-Angus – Ausbildung

AUSSTELLUNGEN / VERANSTALTUNGEN

Heiner Balzar – Ehrenpreis –  Höihr-Grenzhausen – Deutschland
Clay Keramikmuseum –  Middelfart – Dänemark
COLLECT –  London Großbritannien
Nona Otarashvili + Sophia Tabatadze  –  Freiburg – Deutschland
Sonja Duò-Meyer  –  Staufen – Deutschland
K.M. Rennertz – Angerwehe – Deutschland

KERAMIK & REISEN

Wood Firing Conference – Waubonsee USA

KÜNSTLER-JOURNAL

Susan Beiner und Yang, Yuan-tai – Shao Ting-Ju USA / Taiwan

WERKSTATTGESPRÄCHE

Lynn Frydman Kuhn –  Evelyne Schoenmann Interview / Technik

TERMINE / Ausstellungen / Galerien / Museen
Ausstellungskalender    International

KURSE / SEMINARE / MÄRKTE

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VORSCHAU / IMPRESSUM

Neue Keramik 2/2017

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  • PORTRAITS

    Marie-Josée Pomelo – D, Claudia Craemer – D,  Roger Lewis – GB, Lim Hang-taek – Korea, Maria Wieding-Kalz – D, Vladimir Groh & Yasuyo Nishida CZ / JP, Barbara Hotz – D / FR, Ines & Christoph Hasenberg – D

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  • FORUM

    Wir in unserer Kulturgesellschaft – Gustav Weiß

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    17-1-forum

  • AUSSTELLUNGEN

    Christie Brown – GB, Virginia Arregui – AU, Patricia Cassone – FR, Kenichi Harayama – JP

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    OLYMPUS DIGITAL CAMERA

  • KÜNSTLERJOURNAL

    Künstlerjournal: Alev Siesbye (TR / DN) / Ken Mixara (JP) und

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    17-1-alev

  • WERKSTATTGESPRÄCHE

    Evelyne Schneemann besucht Laura Silvagni im Atelier.

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    17-1-interview

  • TERMINE

    Termine und Ausstellungen von Amsterdam bis Winzer

    16-4-termine

Leseproben

Claudia Cramer (D), Roger Lewis(GB), Maria Wieding-Kalz ( D), Vladimir Groh & Yasuyo Nishida (CZ / JP) Forum: Kopf oder Bauch – Gustav Weiß Kunstbetrachtung Ausstellungen: Heiner Balzar – Ehrenpreis –  Höihr-Grenzhausen (D), CLAY Keramikmuseum –  Middelfart (DK), Nona Otarashvili + Sophia Tabatadze  –  Freiburg (D) Künstlerjournal: Susan Meiner (USA) und Yang, Yuan-tai (TH) Werkstattgespräche: Lynn Frydman Kuhn –  Evelyne Schoenmann Interview / Technik

Claudia Craemer (D)

Als Claudia Craemer 1991 nach Fischerhude vor den Toren Bremens kam, fühlte sie sich direkt wohl. Sie war angekommen. Eine lange Wanderung kreuz und quer durch Deutschland lag hinter ihr: geboren in Gelsenkirchen, aufgewachsen in Bad Homburg im Weichbild von Frankfurt /Main, Lehre in Aalen/Württemberg bei Harald Meyer-Schönbohm, Gesellenzeit bei Rudi Stahl in Höhr-Grenzhausen und Studium an der Staatlichen Fachschule für Keramikgestaltung ebenfalls in Höhr-Grenzhausen mit Abschluss und Meisterprüfung, Mitarbeit in verschiedenen Werkstätten in Deutschland und schließlich die Gründung der ersten eigenen Werkstatt in Bad Münstereifel. Aber die Eifel erwies sich nicht als idealer Standort und so suchte sie aufs Neue – Richtung Norden in die Gegend von Bremen, Richtung Süden in den Freiburger Raum. Es wurde letztendlich das beschauliche Dorf im Binnendelta der Wümme, Fischerhude, mit seiner langen künstlerischen Tradition, wo die Bäume höher sind als der Kirchturm.

(Antje Soltau)

Claudia Craemer

Schnell und einfach bestellen 02426-94 80 68 oder  bestellungen@neue-keramik.de

Roger Lewis (GB)

Ich kam in Kontakt zur Keramik, weil ich den Ton liebte, nicht weil ich Töpfe machen wollte. Als junger Student in meinem ersten Kunsthochschulkurs hatte ich schnell erkannt, dass ich dreidimensional arbeiten wollte und dass Ton das Material war, auf das ich mich einlassen wollte. Im Unterricht in Bildhauerei und durch die Anregungen des Tutors lernte ich meine Arbeiten weiter zu entwickeln, weiter als ich es je geglaubt und erwartet hatte.
Meine ursprüngliche Maquette wurde letztlich in voller Größe als Gruppen-Projekt auf dem Pausenhof einer lokalen Schule realisiert, wo die Plastik bis Ende der 1990er Jahre stand, dann aber abgerissen werden musste, um Platz für neue Klassenzimmer zu schaffen. Ich habe dabei viel gelernt und war im Alter von18 Jahren mit meinem Entwurfsmodell und der weiteren Realisierung sehr zufrieden!

Roger Lewis

Maria Wieding-Kalz (D)

Die Liebe zur Geometrie
Wir alle kennen sie: die Bilder von den Fischschwärmen, die sich unabläßlich in und um sich selbst drehen und ständig in der Form verändern. Vor mir steht ein Doppelwandgefäß, das sich leicht konisch nach unten verjüngt und von einem solchen Fischschwarm bedeckt ist. Die Fische drehen sich nicht nur auf der Außenseite des Gefäßes sondern auch im Inneren – genau so wie im Ozean. Obwohl das Gefäß statisch ist, wirken die Fische so, als seien sie in Bewegung. Das Geheimnis ist die Dynamik: sie sind versetzt aus dem Untergrund herausgearbeitet worden. Ihre Erschafferin ist die Keramikerin Maria Wieding-Kalz, die im westlichen Münsterland in der Nähe von Coesfeld lebt und arbeitet.

Maria Wieding-Kalz wurde 1956 in Holtwick im Münsterland geboren. Die Entscheidung für den Beruf der Keramikerin fiel schon früh. So machte sie von 1973 bis 1975 eine Lehre bei P.A. Schäfer in Telgte, die sie mit der Gesellenprüfung abschloss. Es folgte ein Gesellenjahr bei A. Wingenter in Münchwald/Hunsrück, wo sie nach eigenen Angaben, das serielle Drehen lernte.

(Antje Soléau)

Maria Wieding-Kalz

Vladimir Groh & Yasuyo Nishida (CZ / JP)

Eine tschechisch-japanische Lebens- und Arbeitsgemeinschaft
Nun schon über ein Jahrzehnt leben und arbeiten diese beiden außergewöhnlichen Keramiker zusammen. Wir begegnen uns seither regelmäßig, wobei mich mit Vladimir sogar noch länger die internationale Hochschulkooperation der Keramikdesignklassen in Usti nad Labem und Halle/Saale verbindet.
An Vladimir und Yasuyo schätze ich besonders ihre exzellente Könnerschaft, ihr Studiokonzept sowie ihre vielfältigen „Vermittler“-Funktionen als Organisationstalente, Projektmanager, Seminarleiter, Dolmetscher und Gastgeber. Beide sind unentwegt unterwegs, sie sind wahre Globetrotter und „Brückenbauer“ in der weltweiten Keramikszene und ergänzen sich vorzüglich in ihren Fähigkeiten, ihren kulturellen Prägungen, in ihrer jeweiligen handwerklichen Kompetenz und Arbeitsweise.

(Hubert Kittel)

Vladimir Groh & Yasuyo Nishida

Forum: Kopf oder Bauch - Die Befreiung aus der Gleichgültigkeit

In keinem anderen Bereich der Gestaltung findet man eine solche nationale und globale Verbundenheit der Teilnehmer wie in der Keramik. Und auch eine solche Fortbewegung vom Erleben zur Neugier und Erkenntnis, vom Überkommenen zum Neuen.
Die Töpferei war alle Zeiten hindurch darauf bedacht, gut und schön zu sein. Auch nachdem sie als Kunsthandwerk und angewandte Kunst zur „Keramik“geworden war, blieb es dabei. Wo Neugier und Wissen zunehmen, taucht aber die Frage nach Sinn und Bedeutung auf. Das Gefällige und Erfreuliche löst sich von der passiven Gleichgültigkeit, indem es nach den Möglichkeiten fragt; denn die Welt besteht aus Möglichkeiten.

(Gustav Weiß)

„Evolution II“,  2017, H 35 cm

HEINER BALZAR erhält Ehrenpreis

Der Westerwaldkreis ehrt einen bedeutenden Keramiker

Keramische Wurzeln, geboren in einer Töpferdynastie, vorzügliche Ausbildung, Erfahrung im Ausland, kreativer Ausnahmekeramiker von Anfang an mit analytischem Verstand, präziser Material- und Technikkenntnis – das alles gehört zu Heiner Balzar und seiner keramischen Karriere. Zudem beeindruckt seine auch heute noch spürbare Tatkraft und der klare Wille, Dinge zu bewegen, Neues zu gründen, Eingefahrenes zu ändern, traditionell Vorhandenes durch Innovation voran zu bringen.
Heiner Balzar hat wie kein anderer in der deutschen Keramikszene in eigenem Arbeiten wie auch in der Forcierung von Unternehmungen mit Anderen die Keramik in Handwerk und Kunst voran gebracht.

Ausstellung bis 18. Juni 2017 im Keramikmuseum Westerwald

(Monika Gass)

V.l.n.r. Jochen Brandt, Thomas Konscholke, Monika Gass, Heiner und Brigitte Balzar, Hans-Dieter Knott

AXEL SALTO - Meister des Steinzeugs

Axel Salto (1889-1961) ist ohne Zweifel der bekannteste däni-sche Keramiker. Er hat eine einzigartige Position in der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts und spielte eine wichtige Rolle in der frühen dänischen Moderne. Heute haben seine keramischen Werke fast Kultstatus erreicht und sind bei Kunstsammlern, Museen und Innenarchitekten gleichermaßen beliebt.
Aber warum dieses Aufsehen um einen keramischen Künstler, mehr als 50 Jahre nach seinem Tode? Was ist an seinen Arbeiten, die sie so besonders machen?

CLAY Keramikmuseum Dänemark, Middelfart – Kongebrovej 42
Ausstellung bis 17. September 2017

(Henny Husum)

Vasen  , Knospen-Stil, ca. 1958, Steinzeug, H 48 – 52 cm. Foto –  Ole Akhøj

Nona Otarashvili & Sophia Tabatadze

Wann ist eine Geschichte, die uns eine Person von sich erzählt, wahr?
Wenn sie zu allem, was wir über sie und die Welt wissen, widerspruchsfrei passt? Wenn sie uns als in sich stimmiges Ganzes erscheint? Und wenn die Person, die uns da Auskunft gibt, nach unserem Gefühl einen sicheren Zugriff auf ihre Erinnerungen hat?
Im Fall der Grafiken der georgischen Künstlerin Sophia Tabatadze, die sich u. a. als Repräsentantin ihres Landes auf der Biennale  in Venedig einen Namen gemacht hat, trifft offenbar keine dieser Bedingungen zu. Bei ihr verschmelzen Menschen- und Maschinenteile miteinander in einer seltsamen Organik, die zuweilen an die surrealistischen Traumgebilde Dalís und – im Stil – auch vage an Skizzen Franz Kafkas erinnert. Andeutungen von Gewalttaten und anderen geheimnisumwitterten Vorgängen verbleiben im Bezuglosen eines Schnappschusses.

Ausstellung: Nona Otarashvili und Sophia Tabatadze vom 28.05.2017 bis 17.06.2017 in der Galerie Bollhorst GbR, in 79098 Freiburg, Oberlinden 25

(Volker Haase)

Nona Otarashvili – Sophia Tabatadze

Künstlerjournal: Susan Beiner und YANG, Yuan-Tai

Susan Beiner
Susan Beiner wurde 1962 in Newark, New Jersey, USA, geboren. Durch den überwältigenden visuellen Charme verschiedener bunter und klarer Pflanzenformen meditiert Beiner in ihren großen Installationen über die langfristigen Auswirkungen der Massenproduktion und der künstlichen Reproduktion auf die empfindliche Ökologie der Erde.

YANG, Yuan-Tai
YANG, Yuan-Tai (wurde 1939 in Taiwan geboren. Yangs Arbeit ist mit einer ruhigen Verfeinerung verbunden. Seine Berglandschaften ent-springen aus der Intimität des Künstlers mit der Natur. Yang ist in einer Bauernfamilie aufgewachsen und seine Arbeiten spiegeln seine tiefe Zuneigung für das Land, das ihn geprägt hat – bescheiden und schmucklos wie der Künstler selbst. Yangs Arbeiten zeigen die ruhige und grenzenlose Kraft der Erde, die den Menschen unterstützt.

(Ting-Ju Shao)

Susan Beiner

Yang, Yuan-Tai

Werkstattgespräche mit Lynn Frydman Kuhn

Lynn’s Paradestücke sind in einer selbst genähten Form aus saugenden Putztüchern gefertigt. Der Fantasie sind da keinerlei Grenzen gesetzt. Jede der Formen kann nur einmal verwendet werden, da sie sich mit der Porzellanflüssigkeit vollsaugen. Wie die quirlige Künstlerin auf die Idee der Benutzung von Schwammtüchern kam, erzählt sie uns im nachfolgenden Interview.

(Evelyne Schoenmann)

Lynn Frydman Kuhn

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