Heft 2/2016

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Neue Keramik 2/2016 - Inhalt

DIE NEWS

PORTRAITS
Peter Callas – USA
Shin Yeon Jeon – Korea – USA
Evelyne Schoenmann – Schweiz
Christoph Möller – Deutschland
Dagmar Larasser – Deutschland
Gilles Suffren – Frankreich
Valery Maloletkov – Russland
Robin Hopper – Kanada
Gabi Erminger – Deutschland
Ekaterina Ominina – Russland

FORUM / PÄDAGOGIK
Was es braucht Kunst zu machen – Tom Supensky – Kunstbetrachtung

 

AUSSTELLUNGEN / VERANSTALTUNGEN
Karima Duchamp – Artist in Residence  –  Philadelphia USA
Christina Bolborea – Lissabon Portugal – Rumänien
Ortwein Schule – Graz Österreich
Keramik Biennale – Stoke on Trent Großbritannien
Keramik Biennale – Cluj Rumänien
Die Präsenz der Keramik in der modernen Kunst – New Haven  USA
Ein Dutzend Teeschalen nach Korea – Mungyeong Korea
Deutsche Keramikstädte – Mettlach – Höhr-Grenzhausen Deutschland
5. Internationales Keramiksymposium –  Tunis Tunesien
„On Centre“ – Certaldo – Toskana Italien
Byzantinische Keramik – Kardamili Griechenland

KÜNSTLER-JOURNAL
Kouzou Takeuchi – Peter Pincus – Shao Ting-Ju  Japan – USA

TERMINE / Ausstellungen / Galerien / Museen
Ausstellungskalender

WERKSTATTGESPRÄCHE
Antoinette Badenhorst – Evelyne Schoenmann  Interview – Technik

KURSE / SEMINARE / MÄRKTE

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VORSCHAU

Neue Keramik 2/2016

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  • PORTRAITS

    Peter Callas – USA, Shin Yeon Jeon – Korea – USA, Evelyne Schoenmann – Schweiz, Christoph Möller – Deutschland, Dagmar Larasser – Deutschland, Gilles Suffren – Frankreich, Valery Maloletkov – Russland, Robin Hopper – Kanada, Gabi Erminger – Deutschland, Ekaterina Ominina – Russland

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  • FORUM

    Im FORUM geht Tom Suspensky der Frage nach, was es braucht, Kunst zu machen.

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  • AUSSTELLUNGEN

    Karima Duchamp – Artist in residence (Philadelphia), Christina Bolborea (Lissabon), Ortwein Schule (Graz), Keramik Biennale (Stoke on Trent, Cluj), Die Präsenz der Keramik in der modernen Kunst (New Haven), Teeschalen nach Korea, Keramikstädte in D, 5. int. Keramiksymposion (Tunis), On Centre (Toskana)

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  • KÜNSTLERJOURNAL

    Shao Ting-Ju stellt Kautou Takeuchi und Peter Pinkus vor.

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    Modern2

  • WERKSTATTGESPRÄCHE

    Evelyn Schoenmann besucht Antoinette Badenhorst in ihrem Atelier

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  • TERMINE

    Termine und Ausstellungen von Amsterdam bis Winterthur

    Features-Tap-1

Leseproben

Portrait Peter Callas (USA), Portrait Evelyne Schoenmann (CH), Portrait Gilles Suffren (F), Portrait Ekaterina Ominina (Ru). Ausstellungen Artist in Residence (Philadelphia, USA), Keramikbiennale in Cluj (Rumänien), Ein Dutzend Teeschalen nach Korea, Werkstattgespräch mit Antoinette Badenhorst

Portrait Peter Callas (USA)

Die Reise geht von New York City aus durch den dicht besiedelten aber trotzdem grünen „Garden State“ von New Jersey, dann von der Stadt Jersey City auf Meeresspiegelhöhe direkt über Upper New York Bay zum Delaware Water Gap und schließlich nach Belvidere, New Jersey. Es dauert etwa zwei Stunden mit dem Auto, um Haus, Studio, botanischen Garten und Ofen von einem der bekanntesten Keramiker in Amerika zu erreichen. Er hat sein Schaffen dem Holzbrand verschrieben und ist der Erbauer des ersten, am japanischen Anagama inspirierten Brennofens in den USA.
Diese verhältnismäßig kurze Reise, die jeder Besucher zurücklegen muss, repräsentiert für mich ein transformatives, fortlaufendes Ereignis, wie es auch das Leben dieses Künstlers ist, dessen Flucht aus der Stadt aufs Land und dessen Verbindung zur Natur das Wesen seiner Kunst zu sein scheint, seine Inspiration und sein primäres Thema. Für Peter Callas, der in der Stadt geboren wurde und aufgewachsen ist, war der Umzug aufs Land als Erwachsener ein notwendiger Schritt, um sein Verständnis und seine Wertschätzung der Kräfte der Natur in und um ihn herum zu erweitern. Im letzten Frühling, bei einem Besuch bei Callas, war ich sofort von dem wunderbar knorrigen und verknoteten Stamm eines Baumes in Callas geräumigem Anwesen wie erschlagen! Eine „Weinende Kirsche“ teilte mir Callas mit, während ich geradewegs Parallelen zu seinen jüngsten Plastiken zog – der Komplexität der verdrehten Form dieses alten Baums und den dunklen, rauen, verzerrten Flächen seines Stammes. Im gleichen Hof bemerkte ich Augenblicke später einen sieben Fuß großen, vertikal stehenden, gezackten Stein neben seinem Schwimmbecken und mir drängten sich sofort Vergleiche zu den „scholar rocks“ oder „künstlichen Bergen“ in China und Japan auf, die für ihre inhärenten, skulpturalen Qualitäten verehrt werden und symbolische Repräsentanten der Erde darstellen. Callas, ein sehr ausdrucksstarker Künstler, vertritt die Ansicht, dass er in der Tradition der abstrakten Expressionisten arbeitet.
(Ronald Andrew Kuchta)

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Portrait Evelyne Schoenmann

„Je weniger vollkommen er erscheint, umso ehrlicher ist der Gegenstand“. Das Zitat eines skandinavischen Designers hat Evelyne Schoenmann ihrer Serie „Chawan“ zugeordnet. Die von traditionellen japanischen Teeschalen inspirierten Gefässe sind weder ebenmässig noch einheitlich. Im Gegenteil, sie haben manchmal aufgebrochene Ränder, raue Oberflächen und teilweise offene Glasuren, die den Ton sichtbar lassen. Kein einziges ihrer Chawan-Gefässe gleicht dem anderen. Eines öffnet sich wie eine rotbraune Knospe, ein anderes besitzt die rissige Oberfläche einer alten Landkarte, ein weiteres hat die Erscheinung eines blauweissen Karstgesteins. In Japan zählt die Herstellung eines Chawan zu den höchsten Aufgaben eines Keramikers, und es gehört zu den Regeln der Teezeremonie, dass die Gäste die Schönheit und Einzigartigkeit der Trinkgefässe bewundern. Auch nimmt ihr Wert durch die Benutzung nicht ab. Sprünge und Kerben der Teeschalen werden manchmal sogar mit Gold geschlossen und erhöhen die Kostbarkeit.
So liegt die Vollkommenheit eines Chawan nicht im Ebenmass, sondern in der Einmaligkeit seiner Gestalt. Zu dieser gehört das Abweichen vom Regelmaß, das eine serielle Herstellung ausschliesst. Alle Chawan-Gefässe von Evelyne Schoenmann sind im Naturbrand-Verfahren gehärtet und somit immer Unikate. Die Naturbrand-Techniken, deren Verlauf vom Wetter, vom Feuer und vom Brennmaterial abhängig ist, bringen per se niemals das gleiche Ergebnis. Gestalt, Oberfläche und Glasur unterliegen in verschiedenen Graden dem Spiel des Zufalls. Mehr oder weniger ausgeprägte Unregelmässigkeiten, unvorhersehbare Muster und Farben sind Kennzeichen dieses Verfahrens. Das Unikat entsteht also durch die Unwiederholbarkeit des „Wurfs“. Und wenn man das oben Zitierte ernst nimmt: Liegt in der Individualität des Unikats nicht eine höhere Form von Ehrlichkeit?
(Maria Becker)

Portrait Gilles Suffrin

Die Plastiken von Gilles Suffren haben viele Ebenen, man kann sagen, sie sind Studien zu Form und Ballance. Viele haben zwei keramische Teile und häufig sind diese Teile durch ein anderes Material miteinander verbunden.
Gilles Suffren ist ein Architekt, der mit Ton arbeitet. Er hat Ton wegen seiner plastischen Qualitäten als sein künstlerisches Material gewählt, da er mit ihm seine Ideen am besten umsetzen kann. Während seines Architekturstudiums ging er in der Keramikabteilung, die neben seinem Fachbereich lag, ein und aus. Es zog ihn dahin!
Jetzt verwendet er Eisen- oder Stahldraht, um seine Keramikteile in einer bestimmten Position zu fixieren. So kann er den Stücken eine spezielle Position und Aussage verleihen.
Die metallischen Verbindungen zwischen den Tonkörpern unterstützen die Ballance, womit den schweren Keramikteilen eine gewisse Schwerelosigkeit vermittelt wird.
Wenn die beiden Keramikkörper durch ein Metallband miteinander verbunden werden, wird der Raum zwischen den Körpern zu einem Teil der Plastik. Wir haben dann zwei Teile aus Keramik einen dünnen Faden aus Metall mit einem eigenständigen Design und einen leeren Raum, der visuell ein essentieller Teil des Ganzen ist. In all diesen Kompositionen gibt es dieses materielle Element der Schwere, die Keramik, und das verbindende Element der Leichtigkeit sowie den Raum zwischen diesen Teilen, gefüllt mit Leere.
(Nesrin During)

Portrait Ekaterina Ominina

Zum ersten Mal stellt die aus St. Petersburg stammende Keramikkünstlerin Ekaterina Ominina zurzeit in Deutschland aus. Die Gruppe Angewandte Kunst der GEDOK* Bonn hat sie zu ihrer Ausstellung mit dem Titel „Auf dem Weg …“ im Töpfereimuseum Langerwehe eingeladen. Die Russin hat zu dieser Ausstellung ausschließlich Porzellanmalereien mitgebracht, obwohl sie selbstverständlich auch Objekte aus Ton modelliert und brennt.
Die in Langerwehe gezeigten Arbeiten sind aus Industrieporzellan, auf das Ekaterina volkstümliche Szenen malt oder teilweise auch aus Fundstücken collagiert. Diese Fundstücke stammen zum überwiegenden Teil von montenegrinischen Stränden, wo die Künstlerin häufig weilt. Dazu muss man wissen, dass die Strandbefestigungen in Montenegro ursprünglich aus Ziegelsteinen bestanden, die inzwischen durch Beton ersetzt wurden. Die kleinen Reste blieben einfach am Strand liegen.
Ekaterina Ominina wurde 1957 in St. Petersburg (früher Leningrad) geboren. Sie stammt aus einer alteingesessenen Künstler-und Architektenfamilie und arbeitet noch heute im Atelier ihrer Großmutter, einer Malerin. Da ihre Mutter Textilkünstlerin war, entschied sich die junge Ekaterina ganz bewusst für die Keramik.
(Antje Soléau)

Artist in Residence im Clay Studio in Philadelphia

Im August 2014 habe ich den Preis der NEUEn KERAMIK bei den Internationale Keramik-Tagen in Oldenburg erhalten. Neben einer mehrwöchigen Einzelausstellung meiner Arbeiten mit dem Titel „Das Sichtbare und das Unsichtbare“ im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte (August 2015), war ein Stipendium für eine Studienreise – wahlweise nach Dänemark, Italien, China oder in die USA – Teil der Preises. Ich ging meiner Intuition nach, beriet mich mit Bernd Pfannkuche (dem Herausgeber der Zeitschriften Keramik NEUE KERAMIK / NEW CERAMICS, die den Preis stiftet) und gemeinsam haben wir eines der besten Residencies in den USA ausgewählt: „The Clay Studio“ in Philadelphia.
Angesiedelt im Herzen der USA, in der Nähe der Liberty Bell und in einem der ältesten Stadtteile der Vereinigten Staaten, liegt das Clay Studio, ein weltweit renommiertes Keramik-Kunst- und Ausbildungszentrum in Philadelphia, in direkter Umgebung zu einer Großzahl von Kunstgalerien, die sich rund um und im Altstadtbezirk befinden.
(Karima Duchamp)

2. Internationale Keramik-Biennale in Cluj

Die zweite Internationale KeramikBiennale in Cluj bestand aus syn-ergetischen kulturellen Veranstaltungen, die neben ihrer künstlerischen Komponente einen umfangreichen interkulturellen Dialog praktizierte, in dem die rumänische Bevölkerung, speziell in Bezug zur zeitgenössischen Keramik, einbezogen wurde. Die Biennale hatte daher sowohl einen nationalen als auch internationalen Charakter mit dem Ziel, ein kreatives Umfeld für die Keramik in der Stadt Cluj zu erarbeiten.
Die Ceramart Foundation, Organiator dieser zweiten Internationalen Keramik Biennale, machte diese Ankündigung und organisierte über sechs Keramikkunstausstellungen, einen traditionellen Töpfermarkt, Dokumentarfilme, Workshops, Konferenzen, öffentliche Diskussionsrunden und weitere Veranstaltungen, die sich alle um die Hauptveranstaltung, den internationalen Wettbewerb, gruppierten, dessen Ausstellung vom 9. Oktober bis 3. November 2015 im Kunstmuseum von Cluj-Napoca zu sehen war.
(Ting-Ju SHAO)

Ein Dutzend Teeschalen nach Korea

Teeschalen nach Korea? Eulen nach Athen? Ja doch.
Eine Einladung, dank freundlicher Fürsprache, ließ mich im Mai 2015, nach Korea reisen. Ich hatte ja schon einige Male gesagt, ich könne mich auch für den Rest meiner Jahre ausschließlich mit Teeschalen beschäftigen, so fern das finanziell möglich wäre. In diesen handlichen Trinkgefäßen eröffnet sich eine unendliche Welt der technischen und gestalterischen Möglichkeiten – und ich rede da nicht von Philosophie oder Design, sondern vom Töpferhandwerk.
Das „Mungyeong Traditional Chasabal Festival“ fand im vergangenen Jahr vom 1. bis 10 Mai statt.
Dieses Festival ist noch relativ jung. Es fand am l. und 2. Oktober 1999 zum ersten Mal statt. Ziel der Gründer war es, mit dem „Mungyeong Teeschalenfestival“ die vorhandene Kulturlandschaft zu entwickeln und die materiellen und geistigen Eigenheiten der traditionellen koreanischen Teeschale sowie die dortigen Handwerksmeister mit deren traditionellen koreanischen Öfen (Mangdaengi-kiln) zu fördern.
(Armin Rieger)

Werkstattgespräch mit Antoinette Badenhorst

Porzellan scheint Antoinettes grosse Leidenschaft zu sein. Sie besitzt ein ungeheures Wissen über dieses Material. In Kursen nimmt sie den Studierenden regelmässig die weitverbreitete Angst, damit zu arbeiten. Im vorliegenden Interview lassen wir sie u.a. über „die vielen Facetten von Porzellan“ sinnieren.

Antoinette, Deine Website ist höchst professionell gestaltet und gibt viel über Dich und Deine Arbeiten preis. Woher nimmst Du die Zeit für deren Unterhalt?
Ich bin in der glücklichen Lage, dass mein Ehemann Koos zugleich mein Webdesigner, Fotograf und Videofilmer ist. Sein technischer Hintergrund und seine Sachkenntnisse sind natürlich von grossem Vorteil für mich. Vor Jahren hat er Fotokurse besucht. Schon kurz darauf wurde er aufgrund seiner publizierten Bilder meiner transparenten Porzellanobjekte als Kunstfotograf gefeiert. Seit drei Jahren ist er zudem mein Videofilmer.
(Evelyne Schoenmann)

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